Die völlig ernst gemeinte Saisonvorschau


August
Großes Hallo am Essener Westbahnhof. Zum ersten Testspiel gegen Kooperationspartner Düsseldorf laufen DSF und WDR mit Kamerateams auf, weiterhin lassen sich die Chefreporter von BILD, Express und Abendzeitung blicken. Allgemeines Stirnrunzeln und Achselzucken. Was wollen die? Sind die Russen eingestiegen? Neuer TV Vertrag für die Bundesliga? Nichts von dem, Peter Neururer bittet nach dem Spiel zur Pressekonferenz auf der kleinen Eisfläche und verkündet nach einem Jahr ohne Angebote aus der Fußball Bundesliga nun einen Eishockeyclub trainieren zu wollen. Neururer: "Son paar Eisstockschützen mach ich doch mit der linken Arschbacke fit!" Hitzige Debatten finden gegen Monatsende im Essener Stadtrat statt. Nachdem die neuen Scharfschützen in der Moskitos Abwehr beide Hintertorbanden komplett in Schutt und Asche geschossen haben, weigert sich die Gebäudeversicherung für die Schäden aufzukommen. Die Grünen fordern daraufhin, den "Masterplan Sport" zu überdenken und die Eishalle mit aufzunehmen. Tenor: die Bruchbude muss weg, sollen sie halt in Gelsenkirchen spielen. Moskitos Präsident Taschner zieht den Joker und präsentiert einen renommierten Versicherungskonzern als Namenssponsor für die Eishalle. Die Moskitos spielen in Zukunft in der "Hanse-Merkur-Action-Dome-Arena am Westbahnhof".

September
Wahnsinns Saisonstart der Moskitos mit 12 Punkten aus den ersten vier Spielen und insgesamt 44:28 Toren. Die Fans sind einerseits begeistert, machen sich aber doch Gedanken um das Defensivverhalten der Mannschaft. Jari Pasanen verspricht, an der Abwehr zu arbeiten: "Wir wollen auch mal ein Spiel gewinnen, wenn wir nur 5 Tore schiessen". Peter Neururer fordert unterdessen in seiner BILD Kolumne die Entlassung von Kassel-Trainer Stephane Richer, weil "es kann doch nicht angehen, dass die Vollfriseure aus Essen hier Tabellenführer sind. Da muss man der Mannschaft mal ordentlich in den Hintern treten, damit die Jungs wach werden und ihre Leistung abrufen!" Großes Kopfschütteln in Eishockey-Deutschland, gewannen die Huskies doch all ihre Saisonspiele zu null und stehen punktgleich mit den Moskitos an der Tabellenspitze.

Oktober
Es kommt zum ersten Showdown, die Moskitos gewinnen in Kassel mit 15:10, die Fans liegen sich auf der Tribüne staunend in den Armen, RTL denkt über Liveübertragungen der Eishockey Bundesliga nach. Arbeitstitel: der Handball des Winters. Beim folgenden Heimspiel gegen Heilbronn (Endstand 17:7 für die Moskitos) fordert Peter Neururer auf der Pressekonferenz die Entlassung von Jari Pasanen: "die Null muss stehen, weiß doch jeder Sackrasierer. Wie kann man nur so die Abwehr vernachlässigen!" Thomas Schiemann greift sich darauf hin das Mikro und verbittet sich weitere Einmischungen Neururers. Nachdem dieser mit Beleidigungen ("Milchverkäufer, Kaffee-Puncher") reagierte, erwirkt Schiemann ein bundesweites Eishallenverbot gegen Neururer.

November
Die Eispiraten Crimmitschau nehmen Neururer aus Rache an Essen als Ehremitglied auf. 2 Wochen später wird er unter großem Brimborium ("das Schalke auf Kufen") neuer Trainer des Tabellenletzten um wiederum 10 Tage später entlassen zu werden, weil er seinen Spielern nicht vermitteln konnte, den Puck im Training mit den Schlittschuhen mindestens 150-mal hochzuhalten. Daraufhin verkündet er seinen Abschied vom Eishockey ("alles Vollkoffer"). RTL erklärt, seine Eishockeypläne auf Eis zu legen, da die Sportart nicht genügend Unterhaltung biete.

Dezember
Für das Spiel gegen Bremerhaven bestellen die Moskitos bei der örtlichen Weihnachtsmann Agentur einen verkleideten Rauschebart, der Geschenke an die Kinder verteilen soll. Es stellt sich heraus, dass Peter Neururer in dem Kostüm steckt, woraufhin Schiedsrichter Ninkov das Spiel erst gar nicht anpfeift und einen Sonderbericht schreibt. Die Moskitos verlieren am grünen Tisch und das Spiel wird 0:5 gegen sie gewertet (ihre erste Saisonniederlage). O-Ton Pasanen: "ich habe ja schon im September gesagt, dass wir nicht immer 5 Tore schießen können". Neururer entschuldigt sich ("das Amt drohte mit Hartz 4, musste den Job machen") und geht fortan als Tontechniker mit Olaf Henning auf Tournee. Die Fans am Westbahnhof feiern Ninkov nach seinem Spielabbruch so laut, dass dieser beschämt 7(!) Ehrenrunden läuft.

Januar
Entsetzen beim DEB in München. Die enorme Torflut der Moskitos (schon 380 geschossene Buden) deckt einen Virus im Statistikprogramm auf, der für einen Serverausfall in der DEB-Zentrale sorgt. Alle Spielerpässe und Daten der letzten 10 Jahre sind hin.

Februar
Die Torflut bei den Moskitospielen lockt Zuschauer aus ganz Deutschland in die Halle. Nachdem schon Westbahnhof, Grugahalle und KöPi Arena den Ansturm nicht mehr bewältigen konnten, bietet Schalke Manager Andreas Möller an, die Heimspiele fortan in der dortigen Arena auszutragen, was zu hitzigen Debatten in der Fanszene führt. Nach heftigen Beschimpfungen im Forum und der Androhung von Webmaster Uwe, Peter Neururer als Moderator einzustellen, einigt man sich darauf, es wenigstens mal zu probieren. 

März
Die Moskitos tragen alle restlichen Spiele in der Arena in Gelsenkirchen aus, auch die Auswärtsspiele gegen Garmisch und Ravensburg. Durch die enormen Einnahmen können die Riesserseer die Nürnberger Schnupfentiger aufkaufen und erklären, in der nächsten Saison in der DEL an den Start zu gehen und diese als Farmteam in die Oberliga zu schicken. Bei den Fans sorgen unterdessen Stimmung und Videowürfel in der Arena für Begeisterung. Sat.1 erklärt, die Übertragungsrechte der Eishockeybundesliga bis zum Saisonende zu übernehmen und überträgt mit Co-Kommentator Bodo Müller-Boenigk alle Moskitosspiele live. 

April
Die Moskitos werden ungeschlagen und mit der einmaligen Tordifferenz von +281 Meister der zweiten Bundesliga und stellen die 20 Topscorer der Liga. Daniel Wrobel und Markus Hätinen erklären entnervt ihr Karriereende während Jari Pasanen verspricht "nächstes Jahr in der DEL ohne Abwehr anzutreten".

Mai
Die DEL lehnt die Aufnahme der Moskitos ab, da die SchalkeArena nicht die 9000 Punkte Marke erfüllt. Allgemeines Kopfschütteln. Begründung von Gernot Tripcke: "durch die große Entfernung der Sitzplätze zur Eisfläche mussten wir Minuspunkte geben, so dass wir nur auf 8800 Punkte kommen. Die Entscheidung ist uns schwer gefallen, aber so sind die Statuten, was soll ich machen?". Peter Neururer lädt daraufhin "alle meine Essener Freunde" zum großen Olaf Henning OpenAir am Ballermann 6 ein.

Herzlichst
Euer Pivo

Jari Pasanen kann sich endlich "seinen Kader" zusammenstellen


Musste der sympathische Finne in der Vorsaison eine fertige Mannschaft von seinem Vorgänger Toni Krinner übernehmen, so stellte sich Pasanen den Kader für die Saison 2007/2008 mit seinem Co-Trainer Toni Raubal selbst zusammen. Dabei setzte man auf der Torhüterposition auf das deutsche Duo Hätinen/Wrobel und spekulierte selbstverständlich mit einigen Einsätzen von Förderlizenzgoalie Jochen Reimer von der DEG.

In der Defensive blieben den Moskitos lediglich Thomas Richter und Christopher Schadewaldt erhalten, dazu kamen Rückkehrer "Calle" Johansson und so arrivierte Kräfte wie Robin Sochan, Sven Valenti und Elvis Beslagic, dazu mit Benedikt Kastner ein ganz junger Verteidiger aus dem Nachwuchs des SC Riessersee.

Im Sturm hielt sich der Wechsel in engeren Grenzen, Herbert Geisberger, Martin Sekkera und Patrick Saggau hiessen die Neuen. Und um den Verlust von Top Torjäger Tyson Mulock verkraften zu können bedienten sich die Moskitos bei einem, der bereits DEL Erfahrung vorweisen konnte, Martin Bartek. Der Slovake, der bereits für die Duisburger seine Schlittschuhe geschnürt hatte sollte den zu den Eisbären Berlin abgewanderten Mulock ersetzen. 

Saisonmotto und Trikots kommen aus Reihen der Fans


Erstmals in der Geschichte der Moskitos überließen die Moskitos den Fans den Slogan zur kommenden Saison, außerdem wurden, wie in anderen Vereinen schon mehrfach praktiziert, die Fans aufgefordert Designvorschläge für das neue Trikot einzureichen. Im Fanforum Treffpunkt Westbahnhof ging es zunächst um das Saisonmotto und mit überwältigender Mehrheit sagten die Fans was sie von der neuen Mannschaft erwarteten: Play Offs - Do it again

Das war es was sich die Anhängerschaft von ihrem Team wünschte. 

Bei der Gestaltung des Trikots gingen viele Vorschläge beim Webteam ein. Letztendlich gewählt wurden zwei Designs, eins für die Heimspiele und ein anderes für die Auswärtbegegnungen. Der Preis für das dunkle Heimtrikot ging an einen alten Bekannten der Szene, er hat bereits für einige andere Vereine Trikots entworfen. Der Preis für das Auswärtstrikot jedoch reiste weit, es ging an den Big Apple nach New York wo "der Künstler" derzeit studiert.

Faninitiative Westbahnhof, auch in der neuen Saison von Fans für Fans!

Wie kommt die Unterschrift von Tyson Mulock auf einen String Tanga?


Würden die Essener Moskitos die Dienste ihrer Spieler auf besagten Kleidungsstücken definieren, sie könnten sich eine weitere Saison der Dienste des treffsicheren Kanadiers erfreuen. Wie kam nun wirklich die Unterschrift des Topstürmers auf das kleine Stück Stoff, bei einem der von der Faninitiative Westbahnhof eingerichteten Fanstammtischen kam es dazu dass sich eine Anhängerin dieses Souvenir besorgte.

Viele kleine Anekdoten und Begebenheiten ranken sich mittlerweile um die Aktivitäten der Faninitiative zu denen auch immer wieder die Organisation der Stammtische gehörte. übrigens, sehr beliebt und immer gut besucht waren sie, die Fanstammtische mit den Spielern und nicht nur die Spieler fühlten sich sichtlich wohl, auch wenn es die ein oder andere ungemütliche Frage gegeben haben soll. Wirtin Beate und Koch Frank sorgten immer mit leckerem Essen und kühlen Getränken für eine gemütliche Atmosphäre.

Man kann also durchaus sagen, die Spieler haben sich wohlgefühlt bei ihren Fans. Doch nicht nur die Fanstammtische waren von der Faninitiative organisiert worden, auch diverse Busfahrten teilten sich die Faninitiative und der Fanclub Blueliner, und LIVE war die Faninitiative sowieso. In Zusammenarbeit mit Radio Nightflight präsentierten die rasenden Reporter Olli und Marco das Moskitos Webradio. Ob es das Webradio allerdings in der kommenden Saison geben wird steht noch in den Sternen, Radio Nightflight, aber auch Olli und Marco können diese Leistung in der Form nicht mehr erbringen.

Dass der Fanblock lebt zeigt aber auch die Aktion Blockfahne. Gemeinsam mit dem Fanclub Eishockey 4 You sammelten Mitglieder der Faninitiative Geld für eine Blockfahne, die bei Toren der Moskitos in der neuen Saison über der Stehtribüne zu sehen sein soll. Über 3.000 Euro sind so durch diverse Aktionen zusammen gekommen und die Fahne sollte zum ersten Meisterschaftsspiel fertig sein. Geht es nach den Fans der Moskitos wird sie in der kommenden Saison sehr oft über der Stehtribüne aufgezogen.

Einige Aktionen der Faninitiative, von Fans für Fans, wird es sicherlich auch in der kommenden Saison wieder geben, man darf hoffen wieder mit so viel Spaß für Fans, Spieler und vor allem mit guter Publicity für die Moskitos.

Moskitos II starten sehr erfolgreich in die neue Saison


Mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen ist die Zweitvertretung der Moskitos äußerst erfolgreich in die neue Saison gestartet. Zunächst starteten die Moskitos II von Trainer Juris Kruminsch mit einem Auswärtssieg in die neue Verbandsligasaison. Beim Mitfavoriten SC Preußen Krefeld konnten sie mit 4:1(2:0, 0:1, 2:0) siegreich das Eis verlassen. In einem schnellen und vom Niveau her sehr guten Verbandsligaspiel konnten die Moskitos wiederum nicht komplett antreten. Zwar waren Arturs und Maris Kruminsch mit von der Partie, passen mussten jedoch Timothy Tanke und Dimitry Kajer auf Grund von schulischen Verpflichtungen, sowie Jan Werner, dem beim Warmmachen die Kufe eines Schlittschuhes brach.

Das Spiel begann mit einem Übergewicht der Moskitos, das in der 8. Minute mit dem 1:0 durch Tim Senzek auf Zuspiel von Robby Hein belohnt wurde. In der 19. Spielminute dann das 2:0 für die Moskitos bei 5-3 Überzahl durch einen Schlagschuss von Nico Bitter, den der Trainer heute in die Abwehr beordert hatte. So ging es auch in die erste Drittelpause. Das zweite Drittel war geprägt von zu vielen Strafzeiten auf Seiten der Moskitos. Allein 14 Minuten spielte man in diesem Drittel in Unterzahl, so dass das 2:1 durch Krefeld in der 36. Minute absehbar war. Im letzen Drittel dann besannen sich die Moskitos wieder auf ihre Tugenden und konnten in der 52. und 56. Spielminute jeweils durch Maris Kruminsch den verdienten Endstand von 4:1 herstellen.

Auch im zweiten Meisterschaftsspiel bleiben die Moskitos ungeschlagen und führen die Tabelle der Verbandsliga ohne Punktverlust an. Im Heimspiel am Mittwoch, den 19.9.2007 war wiederum Mitfavorit SC Preußen Krefeld der Gegner und wurde mit 6:1 (0:0-3:1-3:0) nach Hause geschickt. Die Zweite der Moskitos konnte wiederum mit den Brüdern Arturs und Maris Kruminsch antreten, musste jedoch weiterhin auf Timothy Tanke und Dimitry Kajer verzichten. Nach dem zweiten Drittel musste zusätzlich Stürmer Robby Hein mit einer Fußverletzung in der Kabine bleiben. Die Moskitos waren im gesamten Spiel den Krefeldern in allen Belangen überlegen. Leider konnte man gerade im ersten Drittel aus den vielen Torchancen kein Kapital schlagen. So ging es mit 0:0 in die Kabinen. In der zweiten Minute des 2. Drittels dann die Führung für das Essener Team durch Maris Kruminsch. Diese hielt jedoch nur eine Minute. Dann konnten die Preußen bei eigener Unterzahl überraschend ausgleichen. In der 7. Minute dann war es Robby Hein, der ebenfalls in Unterzahl einen Konter mit dem 2:1 abschloss. Danach erspielte sich die Kruminsch-Truppe weitere hochkarätige Möglichkeiten, die aber erst in der 36. Minute durch Tim Senzek mit Erfolg zum 3:1 Pausenstand gekrönt wurden.

Auch im letzten Drittel waren die Moskitos die überlegene und bessere Mannschaft. Drei weitere Tore durch Arturs Kruminsch, wiederum Tim Senzek und Nico Bitter machten dann den 6:1-Sieg perfekt. Damit konnte auch Trainer Juris Kruminsch ganz gut leben, zumal ein Mitfavorit auf die ersten beiden Plätze zweimal deutlich beherrscht wurde.

Essener Fans zeigen Flagge


Am vergangenen Sonntag war es endlich soweit, der erste Heimspieltag der neuen Saison stand auf dem Programm. Für Spannung und Dramatik war in jedem Fall gesorgt! Doch bevor das eigentliche Spiel startete, gab es eine offizielle Scheckübergabe von den Fans, Fanclubs und der Faninitiative, an die Jugendabteilung der Moskitos. Stellvertretend und im Namen der Essener Eishockey-Fans, überreichten Dirk Habermehl und Patti Hammelmann einen Riesenscheck im Wert von 1.000.- Euro.

Dieses Geld war im Sommer aus einer Veranstaltung (Hockey Meets Soccer) zusammengekommen und wurde nun an Stefan Meier, einem der Verantwortlichen der Jugendabteilung, übergeben. Ein weiteres Highlight sollte direkt im Anschluss folgen, nämlich die Vorstellung der neuen Essener Blockfahne. Diese Idee wurde ebenfalls im Sommer, von den Fans und Fanclubs geboren und umgesetzt. Das benötigte Geld für dieses große Projekt, wurde auch in den Fankreisen und bei Veranstaltungen gesammelt.

Jetzt fiel der Startschuss für das neue rund 10m x 6m große Tribünenbanner, mit dem Logo des Vereins und der Aufschrift, Eissportclub Moskitos Essen. Dieses wurde an die Fans übergeben und sofort über den Mittelblock der Stehplatztribüne ausgebreitet.

Nun soll dieses Banner, bei hoffentlich vielen Toren für unsere Mannschaft, zum Einsatz kommen! Auf eine gute und sportlich erfolgreiche Saison.

Unser Ex-Torjäger in Berlin


Er war ein Highlight auf dem glatten Parkett der Essener Eishalle, lange hatten Fans und Verantwortliche nicht mehr so einen Torjäger bewundern dürfen. In der Saison 2006/2007 brannte sich ein Name in die Köpfe der Fans, Tyson Mulock, gekommen aus dem Werdenfelser Land wo er beim SC Riessersee schon die Oberliga erschoss, wagte der sympathische Kanadier den Sprung in die 2. Bundesliga. Zu Anfang wurde er von dem oder anderen als zu leicht befunden und der Sprung in die höhere Spielklasse wurde bezweifelt. Tyson Mulock hat eindrucksvoll widerlegt das er zu leicht für die 2. Bundesliga war, mit über 100 Scorerpunkten war er nicht nur die Tormaschine der Essener Moskitos, er hatte auch immer den tödlichen Pass parat. Die Fans am Westbahnhof hätten ihm einen roten Teppich für einen Verbleib am Westbahnhof ausgerollt, doch die deutsche Eishockey Liga war stärker.

Tyson Mulock zog es zu den Eisbären Berlin wo er, wie in Essen, nach anfänglichen Problemen Fuß zu fassen scheint. Katja Arends, langjährige Fotografin des Essener Fanportals Treffpunkt Westbahnhof und mittlerweile auch der Stadionzeitung, hat den Kanadier im Training bei den Eisbären besucht (An dieser Stelle unser Dank an die Eisbären Berlin) Neben einigen Bildern hatte Tyson auch ein paar Worte für seine Essener Fans übrig, hier das Mini Interview:

K.A. - Wie gefällt es dir hier in Berlin!
T.M. - Och, mir gefällt es hier gut, wie du weißt, ist die Stadt ja sehr schön. Die Liga ist höher, das war mein größtes Problem, aber mittlerweile geht´s ganz gut.

K.A. - Gibt es etwas was du vermisst!
T.M. - Ich vermisse die Fans aus Essen, die waren wirklich großartig. Hier in Berlin sind die Fans zwar auch gut, und egal wo ich gespielt habe, waren die Fans gut. überhaupt sind die Fans in Deutschland klasse, aber besonders die Fans in Essen waren immer gut zu mir.

K.A. - Die Fans verfolgen deine Karriere und freuen sich über deinen Erfolg, gibt es etwas, was du ihnen sagen möchtest?
T.M. - Vielen Dank für die großartige Unterstützung, es hat mir sehr viel Spaß gemacht, für euch zu spielen und ich wünsche euch alles Gute!

Arturs Kruminsch auch bei der U20 Nationalmannschaft erfolgreich


Moskitos Stürmertalent Arturs Kruminsch kehrte erfolgreich vom 4 Nationenturnier mit der deutschen U20 Nationalmannschaft zurück. Der 19-jährige Moskito erzielte beim 7:2 Sieg gegen die Slowakei allein vier der deutschen Tore und avancierte damit zum erfolgreichsten Torschützen des Turniers.

In der Saison 2006/2007 führte Jari Pasanen ihn an die 2. Bundesliga heran und nach vielversprechendem Start ist er in dieser Saison zu einem festen Bestandteil im Konzept unseres Headcoaches herangereift. Dafür bedankt er sich immer wieder mit guten Leistungen.

Warum Martin Bartek so oft gewechselt ist und der Penalty gegen Heilbronn nicht gegeben wurde


Wieder einmal hatte die Faninitiative zum Stammtisch in der Stadion Gaststätte "Zum Puck" eingeladen und die Spieler standen Rede und Antwort. Dieses Mal war die Beteiligung zwar geringer, doch was Martin Bartek, Christopher Schadewaldt, Arturs Kruminsch, Boris Lingemann, Mika Puhakka und erstmals mit Peter Morgenstern ein Schieds- und Linienrichter zum Besten gaben war wieder sehr interessant.

Durch die Veranstaltung führte an diesem Abend unser Hallensprecher Thomas Münstermann, und zunächst war Christopher Schadewaldt an der Reihe. "Schade" fühlt sich sehr wohl in Essen, dass er den Sprung ins Stammpersonal geschafft hat verdankt er Jari Pasanen, unter dem er schon in Schweinfurt gut gespielt hat. In München hat es ihm nicht so gut gefallen aber Essen bringt ihn sportlich richtig weiter. Nächster war Topscorer Martin Bartek, der eher introvertierte Slovake beantwortete die Frage nach seinen häufigen Wechseln sehr plausibel. Er habe lange Zeit in den USA gespielt, dort ist es normal dass man mal in seinem Team, dann im Farmteam spielt, das entscheidet sich dort sehr kurzfristig. Bei seinen Vereinen in Europa war es halt so, dass er, wenn er bei einem Verein nicht mehr gebraucht wurde immer schnell einen neuen Verein fand. Auf die Frage warum er eher nur im Sturm anzutreffen ist antwortete er, dass er ein reiner Sturmspieler sei, er wisse das er zu wenig nach hinten arbeite, versuche das auch abzustellen, doch immer gelingt das eben nicht, aber dafür würde er ja auch schöne Tore erzielen.

Arturs Kruminsch war ebenso wie Christopher Schadewaldt sehr froh, wie er sich bei den Moskitos entwickeln kann. Er wächst aus dem Juniorenteam, für das er immer sehr gerne spielt auch immer besser in die erste Mannschaft. Dass er dort noch nicht die meiste Eiszeit bekommt sei normal, das sei Sache des Trainers das zu dosieren. Die Einladung zur U20 mache ihn sehr stolz. Vorletzter Spieler war dann Boris Lingemann, auch der Stürmer bereute es keinesfalls einen langfristigen Vertrag bei den Moskitos unterschrieben zu haben. Der gebürtige Düsseldorfer sei froh nach langen Jahren weit weg von der Familie, wieder näher dabei zu sein und trotzdem auf recht hohem Niveau weiter Eishockey spielen zu können. Letzter im Bunde war dann Mika Puhakka, der gebürtige Finne, der sowohl in Finnland wie auch in Deutschland immer sehr hochklassig gespielt hat, erlernte das Eishockey spielen auf einem See. Auch Mika fühlt sich sehr wohl bei den Moskitos und unter Jari Pasanen, dazu will er unbedingt mit dem Team in den Play Offs für Furore sorgen.

Letzter Im Bunde war dann Peter Morgenstern, der schon unzählige Male als Linesman bei den Moskitos gepfiffen hatte. Die Eingangsfrage ob er denn das Abseits erklären könne beantwortete er gekonnt "Abseits ist wenn der Schiedsrichter pfeift". Allerdings kam er auch um kniffelige Fragen herum, der nicht gegebene Penalty gegen Heilbronn verlangte nach Aufklärung, denn gerade er war bei diesem Spiel an der Linie aktiv. Dieses Tor konnte nicht gegeben werden da der Torwart das Tor unabsichtlich verschoben hatte, damit kein Tor. Nur wenn der Schiedsrichter dem Keeper Absicht unterstellt darf der Penalty wiederholt werden. Auch technisches Tor kam nicht in Betracht, da das erst nach dem dritten absichtlichen Verschieben in Frage kommt. Auch darf ein Linienrichter niemals 2 Minuten verhängen oder dem Schiedsrichter davon berichten, außer er wird danach gefragt. Aufklärung also, die nach Wiederholung verlangt.

Zum Abschluss machten dann wieder so einige Moskitos Fans davon Gebrauch mit den Spielern und Peter Morgenstern zu diskutieren. Alle standen noch lange mit den Fans zusammen und quatschten einfach. Dazu gab es mal wieder ein leckeres Buffet, dieses Mal gesponsert von NobbyK, für 3 Euro konnte jeder Essen soviel er wollte. Auch das "Puckteam" hatte wieder einmal alles gegeben um Spieler und Gäste zu verwöhnen.

Moskitos trennen sich von Verteidiger Elvis Beslagic


Am vergangenen Dienstag trennten sich die Moskitos von Verteidiger Elvis Beslagic. Der Kapitän und der Verein haben sich auf eine Auflösung des Vertrages geeinigt. Beide Seiten waren mit Situation und Leistung nicht zufrieden, den Defender zieht es zum Ligakonkurrenten EHC München. Damit hat für die Moskitos die Suche nach einem Nachfolger auf der Verteidiger Position begonnen.

Moskitos 1b klopft an die Tür zur Regionalliga NRW


Spitzenspiel in der Verbandsliga und 141 Zuschauer pilgerten an den Westbahnhof. Die zweite Mannschaft der Moskitos empfing den Grefrather EC, den ärgsten Verfolger um einen der beiden Plätze für die Aufstiegsrunde zur Regionalliga NRW und lange Zeit sah es nach einem Erfolg der Gäste von der Niers aus. "Wir waren eigentlich die bessere Mannschaft, fangen uns aber jedes Mal kurz vor Ende des Drittels einen Gegentreffer, aber dann hat es ja doch noch geklappt, wir sind verdienter Sieger," so der Pressesprecher der Moskitos, Bernd Werner. Gerrit Ackers überwand in der 20. Spielminute zur 1:0 Führung Michael Gundlach im Essener Tor. In der 40. Minute war es Dennis Kobe, der die Gäste mit 2:0 in Führung brachte.

Bis zur 50. Minute ließen die Moskitos die Zuschauer warten, dann erzielte Niko Bitter den überfälligen Anschlußtreffer und als Tim Pietzko gut drei Minuten später ausglich schwanden die Kräfte der Gäste mehr und mehr. Dreieinhalb Minuten vor Ende der Begegnung nahm Moskitos Trainer Juris Kruminsch eine Auszeit um seine Spieler noch einmal zu instruieren. Christian Nieberle hatte seinem Trainer wohl am Besten zugehört denn 13 Sekunden nach der Auszeit brachte er seine Mannschaft erstmals in Führung. Tim Senzek setzte dann noch mit einem Empty Net Goal den Schlusspunkt und zusammen mit den Ratinger Ice Aliens nehmen die Moskitos nun im Januar an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga NRW teil, sogar mit guten Chancen.

Tore: 0:1 (18:58) Ackers (Marcoux, Schroll, 5-4) 0:2 (39:44) Kobe (Marcoux, Ackers) 1:2 (50:08) Bitter (A. Kruminsch, Rangen) 2:2 (53:21) Pietzko (Gundlach) 3:2 (56:33) Nieberle (A. Kruminsch) 4:2 (59:35) Senzek (Nieberle, ENG) - Strafen: Essen: 10 - Grefrath: 20 - Schiedsrichter: Mann, Proyer - Zuschauer: 141

Sebastian Stefaniszin erhält Förderlizenz für Moskitos Essen


Neuer FöLi am Westbahnhof ist der zweite Goalie der Iserlohn Roosters, Sebastian Stefaniszin. Beim 8:3 am 2. Weihnachtstag gegen die Fischtown Pinguins konnte der 20-jährige erstmals bei den Moskitos Matchpraxis sammeln. "Sebastian wird in Iserlohn trainieren und regelmäßig in Essen spielen", so Geschäftsführer Bernd Piel.

Der gebürtige Berliner begann seine Eishockeykarriere bei den Eisbären Berlin. Dort durchlief er alle Nachwuchsmannschaften. Als 17-jähriger spielte er für die Eisbären Juniors in der Oberliga Nord-Ost. Außerdem wurde er in der Saison 2004/2005 dreimal als Back-Up beim DEL Team der Eisbären eingesetzt und feierte mit der DNL Mannschaft die Vizemeisterschaft. Im selben Jahr wurde er erstmals in eine Nachwuchsnationalmannschaft des DEB berufen und bestritt bei der U18 Weltmeisterschaft 2005 ein Spiel.

Am 1. Dezember 2005 bestritt der Linksfänger sein erstes DEL Spiel für die Hamburg Freezers. Die Eisbären hatten ihn ausgeliehen, weil die Hamburger mit großen Verletzungssorgen auf der Torhüterposition zu kämpfen hatten. Von den vier Spielen für die Freezers gewann er zwei, drei Mal spielte er für die Berliner Eisbären DEL.

Was gehört eigentlich zu einem guten Eishockeyspiel?


Zu einem guten Eishockeyspiel gehören Emotionen, Kampf, Einsatz, krachende Checks, handfeste Schlägereien, sich in Schlagschüsse werfende Verteidiger, Fans die sich 60 Spielminuten lang nicht leiden können, aber in den Drittelpausen, vor und nach dem Spiel gemütlich zusammen einen zwitschern gehen und natürlich Torhüter die wie die gute alte tieffliegende F14 durch den Torraum springen. Es soll sogar mal Verteidiger gegeben haben, die sich die Nase gebrochen haben oder mit 2,3 Stichen genäht wurden, weil es etwas ruppiger zur Sache ging. 

Kann sich einer noch an so was erinnern? Die Zeiten sind noch gar nicht solange her, da durfte man solche Szenen in deutschen Eisstadien noch bewundern. Ich will hier jetzt kein Fass über Arenen und Komfort aufmachen. Die Zeiten ändern sich, da muss man sich schon ein wenig anpassen. Ich habe einen Arbeitskollegen, der schwört Stein und Bein, dass ein Fußballspiel nur dann ein richtiges Fußballspiel ist, wenn dir beim Torjubel Bierbecher ins Gesicht fliegen und wenn man hinterher stinkend nach Hause geht, weil man von Bier getränkt ist und noch Currywurst Reste hinter den Ohren kleben hat. Man stelle sich solche Szenen mal in den heutigen von Heizstrahlern aufgewärmten Playmobil Familienblöcken vor. Da würde der ein oder andere Daddy im Erziehungsurlaub wohl den Hooligan in sich entdecken und das sauer erwickelte Elterngeld in Baseballschläger investieren. Wie gesagt, die Zeiten ändern sich und es ist ja gut, dass gerade die Hooligans zum größten Teil aus deutschen Stadien verschwunden sind (zu Ausnahmen befragen sie bitte das örtliche Fachjournal mit den großen Überschriften). Mittlerweile kann man auch Eishockeyspiele gucken ohne zu frieren und dabei sogar lecker Schaumwein aus Leonardo Gläsern schlürfen während die geliebte Sekretärin ihren Minirock noch mal glatt streicht, die Strumpfhose auf Laufmaschen untersucht und im Schminkspiegel noch mal eben die Lippen nachzieht.

Schöne neue Welt!

Schöne? Was ist denn heute noch schön am Eishockey? Deinen Gegner darfst du nicht mehr checken. Alle Fouls, die den Spielfluss behindern, sind neuerdings verboten. Wenn jetzt einer glaubt, die deutschen Schiris würden also Haken, Klammern, Halten des Stocks und ähnliche Mädchenfouls pfeifen, hat er sich leider getäuscht. Behindert ja alles nicht den Spielfluss und macht das Spiel auch nicht langsamer. Das kann man laufen lassen. Wenn du aber deinen Gegner nach allen Regeln der Open-Ice-Check-Kunst auf den Boden beförderst, kannst du froh sein, wenn du unter einer Matchstrafe davon kommst. Das ist ungefähr genauso wie wenn jemand zum Klitschko sagt: "Pass auf, du darfst den anderen hauen. Aber nicht ins Gesicht." Schöne neue Welt!

Einige Trainer (Ähnlichkeiten mit in der Nähe angestellten sind rein zufällig und vom Autor nicht gewollt) reagieren darauf und verordnen ihren Mannschaften Strafenkataloge. Die Spieler trauen sich nicht mehr richtig ran, Verteidiger kreisen um ihren Gegenspieler aus Angst entweder vom Eis zu fliegen oder aber dem Trainer ein halbes Monatsgehalt abtreten zu müssen. In Schlagschüsse wirft sich auch niemand mehr, weil die Meisten eh nicht mehr von der blauen Linie bis zum Tor schießen können. Torhüter halten (wenn überhaupt) nur noch den ersten Schuss. Für den zweiten sind die Verteidiger zuständig. Und die, siehe oben, erwischen ihn nicht, weil sie Angst haben, dass sie dabei dem Gegner weh tun können. Schöne neue Welt!

Die Fans passen sich dem ganzen Spaß mittlerweile an. Man beschimpft sich nach wie vor wie früher. Nur während man noch in den 90ern nach dem Spiel gemeinsam an der Theke stand und schon gar nicht mehr wusste, was man während des Spiels gesungen hat, darfst du dir heute tagelang in diversen Eishockeyforen durchlesen, dass irgendwer als Schwein, dumme Nuss oder blöder Seppl besungen wurde und dass das Alles ja mal total das letzte ist. Aber in echt. Dafür macht man sich Gedanken über optischen Support. Wie wir ja alle wissen, loben Eishockeyspieler diesen Einsatz ja ganz besonders gerne: "Gehört hat man unsere Fans heute leider nicht. Aber sie sahen dabei wahnsinnig gut aus"... Schöne neue Welt!

Werden dann übrigens doch mal von den wenig verbliebenden Eishockeyspielern vielleicht sogar noch die eigenen Leute gecheckt, stehen sie alle auf ihren Stühlen, werfen das hart erwickelte Elterngeld in kleinen nicht nummerierten Münzen aufs Eis und beleidigen, wie früher, in nicht druckbaren Wörtern den Schiri. Das ist übrigens nach wie vor erlaubt. Da kannst du dir dann auch wieder tagelang in diversen Eishockeyforen durchlesen, dass dieser Schiri sowieso die totale Null ist und man vor dem Angst haben muss.

Ja und? Früher musste man auch Angst vor den Schiris haben. Gecheckt wurde trotzdem. Aufs Tor geschossen wurde trotzdem. Der Torhüter ist trotzdem durch die Gegend geflogen und hat mal einen gehalten. Die Fans haben trotzdem laut und inbrünstig gesungen und sich beschimpft und trotzdem ohne zu heulen hinterher ein Bier miteinander getrunken. Da war Eishockey ja auch noch Männersport und nicht so verweichlicht wie heute. Schöne neue Welt oder besser: Willkommen in Pussyland!

Bald sind übrigens Playoffs. Früher haben Eishockeyspieler sich da nicht mehr rasiert. Wenn sie dann im Finale standen, sahen sie aus wie Bahnhofspenner und haben auch so gestunken. Dafür haben sie ihre Gegner in Grund und Boden gefightet und wurden am Ende Meister. Die Checks wurden von Spiel zu Spiel härter, die Schlagschüsse genauer. Wenn eine Runde vor dem Ende stand, haben sich zwischen den beiden Mannschaften so intensive Freundschaften gebildet, dass es kurz vor Schluss so sehr einen auf den Deckel gab, dass die eine Truppe geschlossen in die Sommerpause und zum Schönheitschirurgen marschierte während die andere zwar geschlossen in die nächste Runde einzog, dort aber im ersten Spiel mal locker auf die Hälfte der Spieler verzichten musste. Spieldauerstrafe you know? So was gab´s früher für auffe Omme donnern und nicht für zu lautes Atmen im Bullykreis. Heute würde es mich jedenfalls nicht wundern, wenn Thomas Münstermann bald vor dem Anpfiff durchsagen muss "die deutsche Nationalhymne wird ihnen präsentiert von Veet Enthaarungscreme for Men jetzt auch mit Aloe Vera. Schöne neue Welt!

Ich geh jetzt mal ein paar Taschentücher kaufen, vielleicht freu ich mich ja dann sogar auf die PlayOffs, in denen sich hoffentlich keiner weh tut... In dem Sinne: Love, Peace und Pussies für Alle!

-Pivo-

Stellungnahme der Moskitos Eishockey GmbH


Zu der Absage des für den 06. Januar angesetzten Spiels bei den Landshut Cannibals kam es aufgrund der Tatsache, dass die Moskitos über nur sechs gesunde Spieler und keinen spielfähigen Torhüter verfügten. Da sich die krankheitsbedingte Situation bereits am Freitag nach dem Spiel gegen Crimmitschau abzeichnete, hat Geschäftsführer Bernd Piel Herrn Oliver Seeliger von der ESBG noch am Freitagabend telefonisch informiert, dass wegen vieler erkrankter Spieler die Mannschaft ärztlich untersucht werden muss.

Durch viele Telefonate der Moskitos am Samstag mit den Offiziellen bei ESBG und bei den Landshut Cannibals war allen Seiten die Situation bekannt. Ebenfalls am Samstag, dem 5. Januar wurde die ESBG über die Tatsache informiert, dass nicht genügend gesunde Spieler zur Verfügung stehen und mit Herrn Seeliger vereinbart, dass die notwendigen schriftlichen Unterlagen Sonntagmorgen per Fax an die ESBG zu geben sind. Dies ist geschehen und demzufolge hat die ESBG das Spiel am 6. Januar 2008 gegen 9 Uhr abgesagt.

Moskitos 1b starten in die Aufstiegsrunde


Am kommenden Wochenende wird es nernst für die Truppe von Trainer Juris Krumminsch. Für sie beginnt am kommenden Sonntag am Ratinger Sandbach gegen die dort ansässigen Ice Aliensdas Unternehmen Aufstieg in die Regionalliga. Während die Ratinger bereits drei Partien bestritten haben müssen die Moskitos zum ersten Mal ran. Die Aliens haben von den bisherigen Spielen zwei gegen Moers glatt mit 17:0 und 15:1 gewonnen, mussten sich jedoch Königsborn zuhause nach einer 3:0 Führung mit 4:3 geschlagen geben. Zweimal standen sich in dieser Saison bereits beide Teams gegenüber. Dabei unterlagen die Moskitos mit 2:3 nach Penaltyschiessen und mit 2:4. Die Ratinger gehen somit als Favorit ins Rennen, jedoch werden die Moskitos alles daran setzen diesem ein Bein zu stellen.

Jeder bringt einen mit! - Finanzielle Sorgen bei den Moskitos


Schon länger wurde getuschelt, hinter vorgehaltener Hand machten Nachrichten die Runde durch die Eissporthalle am Westbahnhof, die zwar kein Verein gerne hat, die jedoch leider im deutschen Eishockey immer wieder mal vorkommen. Auch die Essener Moskitos hätten finanzielle Probleme, nach den Berichten in Presse und Medien von Anfang der Woche wurde es nun mehr und mehr Gewissheit. Nachdem die Gesellschafter informiert wurden stellte sich fast der komplette Vorstand, sowie die Gesellschafter den Fans und klärten in einer ruhigen und absolut sachlichen Atmosphäre auf. Den Moskitos fehlen kurzfristig etwa 150.000 Euro, mit den ärgsten Gläubigern wurde geredet, jedoch müssen die Moskitos an allen Fronten kämpfen um die Saison zu Ende zu bringen. Es wurde allerdings seitens der Vereinsführung betont, dass man durchaus noch Optionen sehe das angeschlagene Schiff wieder in ruhigere Gewässer zu lenken. Frank Dittmann, Gesellschafter der Moskitos Eishockey GmbH auf die Frage der Fans nach der Zukunft "Wir denken dass wir es schaffen, aber nur alle zusammen, die Gesellschafter haben Hilfe signalisiert, wir haben noch Gespräche mit potentiellen Sponsoren, aber wir brauchen auch die Fans, jeder Zuschauer ist wichtig und daher wäre es wichtig wenn am Freitag jeder einen mitbringt und vor allem auch wieder tolle Stimmung ist."

Bernd Piel, der Geschäftsführer der GmbH nahm ausführlich Stellung dazu, wie die Mannschaft die Hiobsbotschaft aufgenommen habe. "Wir haben der Mannschaft die Nachricht vor dem Spiel in Kassel mitgeteilt, nach dem Endergebnis in Kassel dachte ich wir bezahlen die nie wieder. Die Mannschaft geht sehr professionell damit um, es gibt niemanden der uns verlassen wird und alle hoffen dass wir das in den Griff bekommen. Die Mannschaft war nicht immer einfach aber sie hat einen tollen Charakter bewiesen." Alles in allem also eine schwierige Zeit am Essener Westbahnhof, doch der Patient Moskitos lebt noch und soll das auch noch länger tun. Auch beim heutigen Pressegespräch rückte das Sportliche zunächst in den Hintergrund, Bernd Werner, der Pressesprecher der Moskitos machte noch einmal deutlich warum der Schuh drückt "Zum einen sind uns zwei Sponsoren ganz ausgeblieben, beide wurden insolvent. Ein dritter Sponsor, ein größerer Konzern, hatte einen größeren Betrag zugesagt, die Zusage aufgrund eigener Probleme aber erst mal auf Eis gelegt. Wir können aber auch nicht verheimlichen, dass wir uns mehr Zuschauer erhofft und erwartet haben." Jedoch sowohl Bernd Werner, wie auch Bernd Piel und Jari Pasanen betonten heute, dass alle im Verein entschlossen wären den Kampf aufzunehmen und sowohl der Coach wie auch die Vereinsführung sähen gute Chancen auch zu gewinnen. "Dazu brauchen wir aber jeden einzelnen, die Mannschaft muss mitziehen damit wir in den Play Offs vielleicht zusätzliches Geld einnehmen können, wir brauchen die Stadt, wir brauchen jeden der bereit ist etwas Geld in uns und unsere Zukunft zu investieren und was ganz wichtig ist, wir brauchen unsere Fans und Zuschauer," so Bernd Piel abschließend zu den drückenden Sorgen.

Tyson Mulock kommt helfen!


Tyson Mulock, in der letzten Saison absoluter Publikumsliebling der Moskitos, Topscorer der Moskitos und Topstürmer der Stechmücken kommt helfen. Der Kanadier, der aktuell in der deutschen Eishockeyliga bei den Eisbären Berlin spielt wird am morgigen Freitag in der Eissporthalle am Westbahnhof sein und versuchen den Moskitos zu helfen. "Ich habe mich in Essen sehr wohl gefühlt, ich wäre auch gerne geblieben aber die Chance bei einer Topmannschaft in der DEL zu spielen konnte ich mir nicht entgehen lassen. Als mich die schlechte Nachricht aus Essen erreichte habe ich spontan zugesagt zu helfen." Tyson Mulock wird zum morgigen Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse in der Eissporthalle Berliner Ballen verkaufen und für alle Interessierten ein offenes Ohr haben. Tyson, thanks a lot!

Team zeigt wozu es fähig ist


In den Playöffs zeigt die finanziell gebeutelte Moskitos Mannschaft wozu sie fähig wäre. Packende sechs Spiele gegen die Heilbronner Falken, wobei drei Spiele in die Verlängerung, bzw. ins Penaltyschiessen gehen. Am Ende setzen sich die Schützlinge von Rico Rossi durch und erreichen das Halbfinale. Nachdem die Saison für die Essener beendet ist sickert durch, dass Trainer Jari Pasanen und Co Toni Raubal trotz laufenden Vertrags nicht mehr bei den Moskitos bleiben wollen, beide zieht es in den Schwarzwald zu den Schwenninger Wild Wings. Die Moskitos Verantwortlichen machen sich auf die Suche nach einem neuen Trainer.

Moskitos kündigen die Präsentation des neuen Trainers an


Am 15. April 2008 gibt es einen denkwürdigen Tag bei den Moskitos. Für den Abend ist angekündigt in der Stadiongaststätte den neuen Trainer zu präsentieren, Mike Bullard soll es sein und obwohl Teile des damaligen Vorstands nichts davon wissen soll man sich einig sein. Allerdings gerät der Abend zur Farce, denn Vizepräsident Frank Dittmann präsentiert nicht Bullard, sondern erklärt den anwesenden Fans, dass der Verein Pleite ist und man am Vormittag Insolvenz angemeldet habe. Die Mannschaft hat sich längst in alle Himmelsrichtungen zerstreut, einzig Benni Kastner ist auf dem Treffen anwesend und erfährt so, dass er quasi arbeitslos ist.

Es gibt erstmals eine Opposition


Liebe Mitglieder, Fans und Freunde des Essener Eishockeys.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Essener Moskitos habt ihr, die Mitglieder des Vereins, die Möglichkeit zwischen zwei Vorstandsmannschaften zu wählen. Wir möchten Euch auf diesem Weg unsere Vorstellungen und Ziele näher bringen.

Eines dieser Ziele ist es, den Verein nach den vielen negativen Schlagzeilen der letzten Monate und Jahre zu beruhigen, Vertrauen in Fans, Wirtschaft und Politik wieder aufzubauen und damit Akzeptanz bei einer breiten Öffentlichkeit herzustellen. Das wollen wir mit ehrlicher Arbeit und einem offenem Umgang mit allen erreichen. Um dieses zu gewährleisten werden wir unsere Arbeit von einem eigens zu gründenden Wirtschaftsrat, bestehend aus Fans, Sponsoren und Mitgliedern dauerhaft und regelmäßig prüfen lassen.

Unser sportliches Ziel ist es, langfristig wieder Profieishockey in Essen anzubieten. Aber nur, mit einem soliden sportlichen, und vor allem mit einem soliden finanziellen Fundament. Dem sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg der Jugendabteilung der Essener Moskitos ist es zu verdanken, dass dem Verein, nach der Insolvenz der Moskitos Eishockey GmbH, der bittere Gang in die Landesliga erspart bleibt. Die zweite Mannschaft hat sich mit ihrem Pokalsieg das Recht erkämpft, in der Regionalliga NRW anzutreten. Dieses Recht sollen die Jungs mit Trainer Juris Kruminsch nun wahrnehmen. Punktuelle Ergänzungen, die der Trainer für notwendig erachtet, sollen dabei selbstverständlich berücksichtigt werden, wenn sie finanziell möglich sind.

Eishockey in Essen - JA, aber nur im finanzierbaren Rahmen.

Die Strukturen im deutschen Eishockey sind derzeit so, dass eine Oberliga-Saison mit sehr hohem finanziellem Aufwand verbunden ist. Daher halten wir es für dringend erforderlich, dafür erst eine gesunde Basis zu schaffen, um nicht wieder in Schwierigkeiten zu geraten. Eishockey in Essen muss langfristig wieder auf einem möglichst hohen Niveau angeboten werden. Das muss und wird unser Ziel sein, mit professionellen, transparenten Strukturen, auf einem überschaubaren finanziellen Niveau. Es muss allerdings für die Zukunft auch wieder eine Selbstverständlichkeit werden, nicht nur Geldgeber zu finden, die großen Sport finanzieren, auch kleine Sponsoren sind willkommen.

Ihr als Mitglieder seid nicht nur die höchste Instanz in diesem Verein, ihr werdet auch wieder die Möglichkeit erhalten, aktiv, durch Vorschläge und konstruktive Kritik, am Vereinsleben teilzunehmen. Eure Mitarbeit ist nicht nur erwünscht, sie ist notwendig!

Unter anderem steht uns mit unserem Ex-DEL Profi Martin Sychra ein Fachmann zur Seite, der über allerbeste Kontakte in der Eishockeyszene verfügt. Er hat das nötige Know How und den Willen, gemeinsam mit uns etwas Neues aufzubauen. Für Martin fängt die Arbeit bereits in der bisher sehr erfolgreichen Jugendarbeit an. Er wird auch aktiv die Jugendarbeit weiter nach vorne bringen, um sportlichen Talenten eine Möglichkeit zu geben den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen. Damit soll Essen wieder zu einer Talentschmiede werden.

Für die erste Mannschaft kann das Ziel nur lauten, sich im ersten Jahr in der Liga zu halten. Gelingt es in dieser Zeit den Verein aus den negativen Schlagzeilen heraus zu bekommen und wieder Vertrauen aufzubauen, können ab dem zweiten Jahr Überlegungen über eine sportliche Weiterentwicklung folgen.

Wirtschaftlich wird angestrebt sich als verlässlicher Partner der hiesigen Unternehmen zu festigen, kleine und große Sponsoren an den Verein zu binden und in einen partnerschaftlich, freundschaftlichen Umfeld zusammen etwas Neues aufzubauen. Dabei muss es das Ziel sein, gemeinsam mit den kleinen und großen Sponsoren zu arbeiten. Als Kontrollorgan über dem wirtschaftlichen Bereich wird, wie oben erwähnt, ein Wirtschaftsrat angestrebt, der diesen Bereich überwacht.

Gemeinsam mit euch in eine besser Zukunft!

Mit sportlichem Gruß, euer Team:

Norbert Knebel
Patrick Hammelmann
Nicole Morbach
Carsten Lüder
Dirk Habermehl
André Knühmann
Danny Barz
Uwe Vogt
Sebastian Schneider

Opposition zieht sich zurück


Nachdem im Laufe des Frühjahrs immer mehr und immer neue Schuldenstände auftauchen, mittlerweile soll sich der Schuldenstand beim Stammverein auf ca. 140 000 Euro belaufen, zieht sich die Opposition zurück. Die verbrannte Erde die in all den Jahren mit dem Namen Moskitos in Essen und Umgebung hinterlassen wurde, dazu immer mehr und immer neue Schulden, Spielbetrieb und Jugendspielbetrieb, das ist zumindest nicht gesichert zu finanzieren. Die außerordentliche Jahreshauptversammlung wird vorgezogen und geriet zur Farce. Ein Vorstand wird quasi durchgeboxt und die Saison endet in einer Schlammschlacht die mehr oder weniger öffentlich ausgetragen wird. Sportlich startet die aufgestiegene Mannschaft von Juris Kruminsch in der Regionalliga NRW.

   
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