Das war die Saison 2003/2004


Neuer Chefcoach an der Bande: Toni Krinner übernimmt für Uli Egen

Erfolglos war er definitiv nicht. Ganz im Gegenteil. Uli Egen, im vergangenen Herbst an den Westbahnhof geholt, erfüllte mit dem Gewinn der Meisterschaft zu 100 Prozent die Vorgaben des Clubs. Umso enttäuschter waren auch die Gesichter der Fans bei der Mannschaftsverabschiedung Ende März, als der gebürtige Füssener verkündete: "Das ich als Trainer an der Bande stehen werde, ist eher unwahrscheinlich. Aber ich werde mit Sicherheit viele Spiele der Moskitos anschauen." Was die treuen Anhänger damals nicht ahnen konnten: Hinter den Kulissen war bereits eine wichtige Entscheidung gefallen. Dem sportlichen Bereich nämlich endlich die Struktur zu geben, die schon lange überfällig war. Ein Sportdirektor sollte dem Cheftrainer übergeordnet werden. "Viel zu lange haben wir uns in diesem Bereich nur auf einen einzigen Mann verlassen. Das macht keinen Sinn", hat auch Präsident Thomas Schiemann erkannt.

Ergo rückte Egen auf den Posten des Sportdirektors, den er schon Mitte der 90er Jahre mit großem Erfolg in Kassel bekleidet hatte. Die Huskies waren unter seiner Ägide in die DEL "aufgestiegen" und schafften 1997 sogar überraschend den Sprung ins Finale. Damals als Spieler im Team der Schlittenhunde: Toni Krinner. "Ich kenne ihn sehr gut aus seiner Zeit als Aktiver, dazu habe ich seine Anfänge als Trainer genau beobachtet. Menschlich und sportlich passt er ideal zu den Moskitos", war die Entscheidung bei Uli Egen schnell gefallen. Ex-Nationalspieler Toni Krinner sollte neuer Headcoach beim ESC werden. Was freilich nicht ganz unproblematisch war, schließlich stand der Bad Tölzer noch beim EC Atlantis Ulm/Neu-Ulm unter Vertrag. "Da hatte ich allerdings einen Passus in meinem Kontrakt. Wenn der Etat zur neuen Saison nicht erhöht wird, kann ich gehen. Da das nicht geschah, stand einem Wechsel nichts im Wege", erklärt Krinner. In der vergangenen Saison - seiner ersten Spielzeit als Trainer im Profieishockey schaffte der heute 36-jährige souverän den Klassenerhalt mit seinem Team. Noch während der Regionalliga-Playoffs nahm der ehemalige Angreifer, der in der DEL für Kassel, Augsburg und Hannover aktiv war, seinen neuen Club erstmals in Augenschein. "Von der Atmosphäre hier bin ich absolut begeistert. Essen genießt nach wie vor einen hervorragenden Ruf und muss schlichtweg wieder nach oben", findet Krinner, "und das ist genau die Mischung, die passt. Die Moskitos wollen nach oben, ich will nach oben. Eine bessere Konstellation gibt es doch gar nicht, oder ?"

Mit Sicherheit nicht. Egen und Krinner sehen ihre Beziehung übrigens nicht als Chef/Angestellten Verhältnis, sondern mehr als ergänzende Partnerschaft. "Ich freue mich, dass ich hier in Essen mit einem erfahrenen Mann wie dem Uli zusammenarbeiten kann. Er kennt die Szene bestens", freut sich der zweifache Familienvater Krinner. Wobei der Trainerneuzugang freilich die besseren Kenntnisse bezüglich der Oberliga hat. "Da hat mir Toni wiederum einiges voraus. Schließlich hat er da noch im letzten Jahr gearbeitet", so Egen. Was beide übrigens gemeinsam haben, ihr Ehrgeiz, ihr unbedingter Wille, mit den Moskitos den Weg nach oben zu schaffen. "Wir sehen das hier nicht als kurzes Engagement, sondern als langfristiges Projekt. Wir wollen mithelfen, dass das Eishockey in Essen gezielt aufgebaut wird", so die neue sportliche Leitung Egen/Krinner unisono.

Quelle: Moskitos News

Moskitos werden die -3- nicht mehr vergeben - Auf Wiedersehen, Bodo! ESC-Kapitän beendet Karriere


"Da klebt ja noch der Preis drunter". Bodo Müller-Bönigk schüttelte am 18. März auf der Meisterfeier im "La Palma", dem Stammitaliener der Moskitos, etwas ungläubig den Kopf. Dem Landes-verband NRW war die Trophäe für die Meisterschaft knapp 25 Euro wert. Letztendlich war aber auch das völlig egal: Der ESC hatte das zweite Finale in seiner mittlerweile fast zehnjährigen Vereinsgeschichte gewonnen und zum zweiten Mal hatte Bodo Müller-Bönigk in seiner Funktion als Kapitän den Pokal überreicht bekommen. Zwei wichtige Momente in der Vereinsgeschichte, die jeweils den Aufbruch in eine neue sportliche Ära symbolisierten. Eng verbunden mit der Karriere des Verteidigers mit der Rückennummer 3, Bodo Müller-Bönigk. Der insgesamt sieben Jahre lang das Trikot der Moskitos trug, viele Höhen und Tiefen mitmachte. Sich wie kaum ein anderer mit dem ESC identifizierte. Der jetzt endgültig seine Karriere beendet hat und den wirklich jeder am Westbahnhof vermissen wird.

Als die Moskitos im Sommer 1994 die Nachfolge des wirtschaftlich völlig ruinierten EHC Essen- West antraten, da ließ sich Bodo Müller-Bönigk überreden. Und zwar von seinem ehemaligen Mitspieler und Weggefährten Jan Benda. Der wurde Coach in Essen und Bodo sein verlängerter Arm auf dem Eis. So blieb es viele Jahre lang, bis hin zur Meisterschaft in der 2. Bundesliga und dem damit verbundenen Aufstieg in die DEL. "Das war schlicht und ergreifend ein Traum für mich. Ein gelebter Traum", schwärmt der Defensivspezialist noch heute. Am Ende der ersten DEL-Saison der Moskitos zog der gelernte Tischler dann aber doch ein nüchternes Fazit. "Es hat viel Spaß gemacht, aber ich bin an meine Grenzen gestoßen. Auch wenn ich ganz gut mitgehalten habe", so der langjährige Kapitän. Während die Mannschaft umstrukturiert wurde, weg von der osteuropäischen Spielkultur, hin zum körperbetonten nordamerikanischem Eishockey, räumte Bodo Müller-Bönigk im Sommer 2000 leise seine Sachen ein und wechselte in die Oberliga zum EV Duisburg. So ganz ohne Eishockey, das konnte sich das Moskito-Urgestein damals nicht vorstellen.

Außerdem lag Duisburg nicht weit von seinem Wohnort Krefeld entfernt. Doch die Saison an der Wedau war ein einziges großes Frusterlebnis. "Ich verlor ganz einfach den Spaß. Ergo wollte ich nicht mehr und hab mich zunächst ganz auf meinen Job konzentriert", berichtet der Verteidiger. Der, wenn es die Zeit zuließ, gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin immer wieder bei den Heimspielen der Moskitos vorbeischaute: "Der Kontakt ist halt nie abgerissen". Und so überraschte es kaum, dass der ESC im Sommer 2002 seinen ehemaligen Kapitän schnell wieder kontaktierte. Und zu einem erneuten Comeback überredete. "Ich habe dem Verein viel zu verdanken und bin jetzt einfach gefordert, wo die Moskitos in so einer schwierigen Situation stecken", war es für Bodo Müller-Bönigk eine Selbstverständlichkeit, noch einmal das Moskito-Trikot überzustreifen. Um mitzuhelfen, die Meisterschaft zu holen und damit dem Verein wieder eine neue sportliche Perspektive zu bieten. Mission also voll erfüllt. "Die letzte Saison war meine Allerletzte. Das sage ich zu 99,9 Prozent", lacht der heute 36-jährige, "beim letzten Mal habe ich ja auch gesagt, dass ich aufhöre. Und dann kam der Anruf der Moskitos. Aber ich denke, dass es diesmal wirklich für immer ist."

Die letzte Saison bei den Stechmücken war im Grunde ein Spiegelbild seiner Karriere: Für die großen spielerischen Highlights waren andere zuständig, das Rampenlicht überließ er gerne seinen Mitspielern. Er war ganz einfach zur Stelle, wenn man ihn brauchte. Auf und neben dem Eis. Zuverlässig, mit dem offenen Ohr für Trainer, Teamkameraden und vor allem auch die Fans. Die Offiziellen der Moskitos reagieren auf die einzig richtige Art und Weise: Bodos Rückennummer, die 3, wird in Zukunft nicht mehr vergeben. Sein Trikot aus der letzten Meistersaison wird unter das Hallendach gezogen. Es ist die größte Ehre für einen Eishockeyspieler. Bodo Müller-Bönigk hat es sich ohne jeden Zweifel verdient. Auf Wiedersehen und alles Gute für die Zukunft!

Quelle: Moskitos News

Trikots versteigert


Für ein absolutes Novum sorgte Moskito-Trainer Toni Krinner nach dem 8:2 Heimsieg über den SC Mittelrhein-Neuwied. Nach der Pressekonferenz versteigerte der Urbayer kurzerhand zwei von der kompletten Mannschaft unterschriebene Trikots. Hintergrund: Nach dem Auswärtsspiel beim EHC München blieben die Stechmücken noch für einen Tag in der bajuwarischen Metropole, um am Montag dann dem Oktoberfest einen kurzen Besuch abzustatten. "Und da brauchen wir natürlich etwas Geld für ein bis zwei Runden", grinste Krinner. Zwei Sponsoren ersteigerten dann tatsächlich die beiden Trikots und der Weißbierausflug war gesichert. Der Trip auf die Wies´n hing übrigens nicht davon ab, ob die Moskitos in München gewinnen oder nicht. "Die haben bis dato alle so gut mitgezogen und immer eine tadellose Einstellung gezeigt. Deswegen gehen wir auf alle Fülle", so der Essener Trainer. Als neuer alleiniger Tabellenführer schmeckt die Maß aber natürlich besonders gut.

Quelle: Moskitos News

Interview mit Moskito-Neuzugang Martin Sychra - "Doppelt so gut sein"


Willkommen zuhause ! Die Moskitos waren sich absolut einig. Im Grunde ist Martin Sychra kein wirklich neuer Spieler, sondern eher ein Moskito mit Herz und Seele, der nach einem Jahr bei den Nürnberg Ice Tigers wieder an den Westbahnhof zurückkehrt. Drei Jahre hatte der 29-jährige Tscheche mit dem ESC in der Deutschen Eishockey Liga verbracht, zählte dort immer zu den beständigsten Akteuren. Noch in der abgelaufenen Saison verbuchte Sychra bei den Ice Tigers 20 Scorer Punkte. In der Tat ist der gelernte Außenstürmer kein Mann für die dritte Liga, trotzdem unterschrieb er einen Vertrag bis Saisonende. Und das definitiv ohne Ausstiegsklausel. Moskito NEWS hat sich mit Martin Sychra unterhalten.

Was war der entscheidende Grund, dass Du jetzt doch bei den Moskitos unterschrieben hast?

"Essen ist irgendwo mein Heimatclub geworden und dazu war ich die Hinhaltetaktiken vieler Clubs einfach leid. Ich bin Eishockeyspieler, es zehrt an meinen Nerven, am Wochenende nicht auf dem Eis stehen zu dürfen, nicht bei den Auswärtsfahrten dabei zu sein oder auch bei Kabinenfesten. Das ist halt mein Leben und das hat mir total gefehlt. 

Gab es konkrete Anfragen aus der DEL? 

"Ja, die gab es. Sehr sauer bin ich zum Beispiel auf Freiburg. Die haben schon einen fertigen Vertrag geschickt und auf einmal wollten sie dann doch nichts mehr davon wissen. Es machte auf Dauer einfach keinen Spaß mehr, sich ständig sagen zu lassen: Warte noch zwei bis drei Wochen, wenn sich unser Keeper nicht verletzt, dann nehmen wir dich. Was mache ich, wenn sich der Torwart dann doch etwas tut? Nein, so ist es jetzt schon besser. Ich kann wieder Eishockey spielen, das ist für mich das Wichtigste.

Du spielst jetzt mit der Nummer 55 und nicht mehr mit der Nummer 5 wie früher. Wieso ?

"Ganz einfach. Weil ich in dieser Saison doppelt so gut sein will wie früher." 

Als gestandener DEL-Spieler bist Du jetzt in der Oberliga, jeder erwartet sehr viele Tore von Dir. Spürst Du diesen Druck bereits?

"Allein entscheide ich keine Spiele, das ist schon einmal klar. Wir brauchen das komplette Team dazu. Aber natürlich will ich mit Toren und Vorlagen dazu beitragen. Auch in dieser Liga wird ordentlich Eishockey gespielt, ein Selbstläufer wird das für mich nicht. Ich bin in die Partie gegen die Eisbären Kempten mit der gleichen Einstellung gegangen, als wenn es gegen die Eisbären Berlin gewesen wäre. Mit dem einzigen Unterschied, dass ich gegen Kempten vorher noch nie gespielt hatte.

Die Fans haben Dich sehr begeistert begrüßt. Hast Du mit diesen Reaktionen gerechnet? 

"Es ist toll, dass sie mich nicht vergessen haben. Sie sind auch mit der Grund, weshalb ich hier unterschrieben habe. Ich habe mich am Westbahnhof immer sehr wohl gefühlt, hatte ein tolles Verhältnis zu den Fans aber auch zum Vorstand. Dazu bin ich in Essen heimisch geworden, habe hier mein Frau kennen gelernt und dann geheiratet. Es ist wirklich wie ein Nachhause kommen. Als Profi war ich nirgendwo so lange wie hier, das prägt einfach."

Im nächsten Jahr bekommst Du einen deutschen Pass. Wo siehst Du Deine sportliche Zukunft Vielleicht auch bei den Moskitos in der 2. Bundesliga? 

"Es wäre eine Option, aber natürlich gibt es auch schon lose Kontakte zu Teams aus der DEL. Ich bin Profisportler, da muss ich natürlich versuchen soweit wie irgendwie oben zu spielen. Aber entschieden ist noch gar nichts. Ich will mich erst einmal auf die Saison mit den Moskitos konzentrieren und hier meine Leistung bringen." 

Besser hätte der Start im ersten Spiel ja nicht sein können. Nach elf Sekunden der erste Treffer für Dich. Hast Du so etwa schon einmal erlebt? 

"Nein, das war schon irre. Und dann direkt der zweite Treffer in der dritten Minute. Ich hätte die Partie sehr gerne zu Ende gespielt, aber es ging leider nicht mehr. Hoffentlich kann ich so schnell wie möglich auf das Eis zurück. Zugeschaut habe ich in den vergangenen Wochen nämlich wirklich genug."

Quelle: Moskitos News 

Vertrag aufgelöst


Wenn der eine kommt, muss ein anderer gehen. Zumindest bei der Besetzung der Ausländerpositionen sind die Gesetzmäßigkeiten im Profieishockey doch recht hart. Nachdem Martin Sychra einen Vertrag bis zum Saisonende unterzeichnet hatte, standen insgesamt sechs Ausländer im ESC-Kader, einer zu viel. "So eine Situation ist generell nicht gut, da immer Unfrieden aufkommt", hatte Trainer Toni Krinner sowieso schon klar gemacht, mit einem überzähligen Ausländer nicht arbeiten zu wollen. Ergo musste ein Importspieler gehen und es traf Glenn Detulleo. "Wobei er keinesfalls ein Bauernopfer ist. Wir waren auch so mit seinen Leistungen nicht ganz zufrieden", so Sportdirektor Uli Egen.

Der 26-jährige Kanadier war eigentlich mit besten Referenzen von Lillehammer an den Westbahnhof gewechselt. Als bester nordamerikanischer Spieler der norwegischen Eliteliga ausgezeichnet sollte Detulleo auch bei den Moskitos eine zentrale Rolle im Offensivspiel übernehmen. Ohne jede Frage war der Außenstürmer torgefährlich und technisch sehr versiert, die ihm zugedachte Führungsposition konnte er jedoch nicht ausfüllen. "Das haben wir gerade gemerkt, als Wikström und Anneck fehlten. Da kam von ihm einfach zu wenig", erklärt Egen. Dass es bei dem sympathischen Kanadier nicht so lief, wie er sich selbst vorstellte, hing vielleicht auch ein wenig mit privaten Problemen zusammen. "Darauf will ich gar nicht näher eingehen, aber wenn man den Kopf nicht frei hat, dann ist es schwer die richtige Leistung abzurufen", so Toni Krinner.

In vielen anderen Oberligaclubs wäre Glenn Detulleo vermutlich eine feste Größe. Aber die Maßstäbe bei den Moskitos sind halt deutlich höher als bei der Konkurrenz, ergo wurde der Vertrag aufgelöst. "Es war völlig problemlos. Er hat sich als fairer und selbstkritischer Sportler gezeigt", berichtet Toni Krinner. Ob der Kanadier seine Laufbahn in Europa fortsetzt, ist aktuell noch unklar. Moskito NEWS wünscht Glenn Detulleo auf jeden Fall alles Gute für die Zukunft.

Quelle: Moskitos News

Zwei neue für die Moskitos - Tuomie und Angermann verpflichtet


 "Wir müssen reagieren. Da bleibt uns keine andere Wahl". Schon Mitte der vergangenen Woche war Sportdirektor Uli Egen absolut klar, dass die Moskitos wesentlich früher als geplant auf dem Transfermarkt aktiv werden müssen. Eigentlich wollten die Essener nämlich erst rund um die Jahreswende nach einer potentiellen Verstärkung für die Meisterrunde Ausschau halten, doch das mittlerweile fast schon bizarre Verletzungspech machte diesen Plan zunichte. Mit Troy Stephens fällt ein Spieler mit Kreuzbandriss bis zum Ende der Saison aus, Martin Sychra und Richard Tischler werden auch in frühestens drei Wochen wieder in den Trainingsbetrieb zurückkehren. Dazu verletzte sich beim Match in Miesbach auch noch Defensivroutinier Anton Raubal. "Das sind vier absolute Leistungsträger, das ist auf Dauer nicht zu kompensieren", so Trainer Toni Krinner. Am Montag schlugen die Stechmücken deswegen sofort zu: Mit Tray Tuomie und Ingo Angermann wurden zwei Stürmer bis zum Saisonende verpflichtet. Vor allem Tuomie ist in Eishockeydeutschland keine unbekannte Größe. De mittlerweile 35-jährige Mittelstürmer, der die Rolle von Troy Stephens in der zweiten Sturmreihe übernehmen soll, spielte bereits für Timmendorf, Crimmitschau, Bad Nauheim und zuletzt vier Jahre für Bremerhaven in der Oberliga bzw. 2. Bundesliga. Sein größter Erfolg war ohne Zweifel die Zweitligameisterschaft mit den Fischtown Pinguins in der Saison 2001/2002. Drei Jahre davor musste sich Tuomie mit der Vizemeisterschaft begnügen, denn damals spielte der Deutsch-Amerikaner für die Roten Teufel aus Bad Nauheim. Die bekanntermaßen in fünf spannenden Spielen den Moskitos unterlagen.

Zuletzt trainierte Tray Tuomie für rund sechs Wochen bei den Eisbären Berlin mit, kam dort wegen des großen Verletzungspechs sogar zu vier DEL-Einsätzen. "Der Uli hat mit Pierre Page telefoniert und sich informiert", berichtet Toni Krinner, "ich für meinen Teil habe mit seinem Ex-Trainer in Bremerhaven, Jamie Bartman, gesprochen. Er ist definitiv ein Angreifer, der uns weiterhelfen kann." ähnliches erhoffen sich die Essener natürlich auch von Ingo Angermann. Der 20-jährige Außenstürmer spielte in der vergangenen Saison noch für Grefrath in der Regionalliga NRW, kam dort in 35 Partien auf 17 Scorerpunkte. Danach folgte der Wechsel zum SC Mittelrhein-Neuwied, wo er nach 14 Spielen aus dem Kader gestrichen wurde. Bis dato kam er auf fünf Scorerpunkte. "Er hat das Zeug für die Oberliga und wird uns sinnvoll ergänzen", glaubt Krinner. Der sich seinen persönlichen Eindruck schon auf dem Eis verschaffen konnte: Angermann trainierte vor seiner Verpflichtung bereits eine Woche am Westbahnhof mit. 

Quelle: Moskitos News

Flieger Richtung Köln


Eine wahre Tortur musste ESC-Neuzugang Michael Kreitl hinlegen. Nachdem der Ex-Garmischer am Donnerstagabend verpflichtet worden war, stand er am Freitag um 4.30 Uhr auf, um den ersten Flieger Richtung Köln zu erreichen. Am Flughafen wurden fix die Wechselpapiere unterzeichnet, mit der nächsten Maschine ging es wieder Richtung München. Von da hetzte der Mittelstürmer weiter Richtung Garmisch, packte seine Eishockeytasche und lief schließlich abends beim Auswärtsspiel in München zum ersten Mal im Essener Trikot auf. Am Samstag räumte Kreitl schließlich seinen Hausstand zusammen und machte sich endgültig auf den Weg Richtung Ruhrpott, ehe er dann Sonntag gegen den SC Mittelrhein mit einem Tor und einer Vorlage einen guten Einstand bei seiner Heimpremiere feierte. "Er hatte bis dahin kein einziges Mal mit dem Team trainieren können. Ein Sonderlob an ihn, denn er hat viel Einsatz gezeigt, um direkt dabei sein zu können", freute sich Trainer Toni Krinner. In dem ganzen Trubel ging völlig unter, dass Michael Kreitl am Samstag seinen 28. Geburtstag feiern konnte. Herzlichen Glückwunsch nachträglich!

Quelle: Moskitos News 

Stürmer Jonas Rudberg neu im Kader der Moskitos


Mit dem 31-jährigen Schweden Jonas Rudberg haben die Moskitos einen weiteren ausländischen Spieler für den Rest der Saison unter Vertrag genommen. Rudberg kommt vom Klassengefährten Eisbären Kempten, für die er in 27 Spielen 29 Punkte (davon 13 Tore) erzielen konnte und wird die Moskitos ab der kommenden Woche verstärken. "Rudberg ist ein echter Torjäger, der sich auch gegen gute Teams durchsetzen kann. Außerdem kennt er die Oberliga sehr genau", fühlt sich Uli Egen der sportliche Leiter der Moskitos mit der Verpflichtung von Coach Toni Krinners Topscorer aus ehemaligen Ulmer Zeiten auf der sicheren Seite. "Einen Ausländer aus Übersee zu holen ist zum jetzigen Zeitpunkt der Saison viel zu riskant, da weiß man nie, ob er sofort einschlägt oder eine lange Anlaufzeit benötigt".

Wann Martin Sychra wieder für die Moskitos spielen kann ist zurzeit noch nicht absehbar. Sychra arbeitet intensiv in der Reha an seinem Comeback. "Allein schon aus diesem Grund mussten wir mit der Verpflichtung eines zusätzlichen ausländischen Stürmers handeln, um alles für unser Saisonziel Aufstieg zu tun", so Egen abschließend. Jonas Rudberg wird frühestens am Dienstag beim Heimspiel gegen die Stuttgart Wizards sein Debüt im Trikot der Essener geben können, da die Lizensierungsmodalitäten erst am Montag in Angriff genommen werden können. Die DEB und ESBG - Geschäftsstellen haben über die Weihnachts- und Neujahrstage geschlossen.

Quelle: Moskitos Pressemitteilung

"Blanker Wahnsinn dank Unsinn" - Wikki "verarscht" Ravensburg


Es fielen deutliche Worte bei der Radio Essen Live-Übertragung aus Ravensburg. "Mattias Wikström hat Waldemar Quapp schlichtweg verarscht", kommentierte Reporter Björn Schüngel das entscheidende 3 - 2 im Penaltyschießen durch den ESC-Kapitän. Es war wirklich ein Tor mit absolutem Seltenheitswert: Der Schwede drehte sich unmittelbar vor dem Ravensburger Tor um 180 Grad mit der Scheibe am Schläger, um dann schließlich den Puck am verdutzten EVR-Goalie ins Tor zu schieben. Sämtliche Proteste der Gastgeber waren umsonst, der Treffer war regulär. Die weltweit erste Pirouette mit eingebautem Torschuss, made by Moskitos Essen! Mattias Wikström konnte sich kurz nach der Partie ein Grinsen nicht verkneifen. "Das war schon ein wenig riskant, aber der Quapp war so gut drauf, da wusste ich: Du musst jetzt was probieren, sonst verlieren wir das Ding", meinte der Schwede. Der schon die ersten beiden Treffer mit seinen Vorlagen mustergültig vorbereitet hatte.

Und dabei stand noch am Donnerstag gar nicht fest, ob der ESC-Kapitän in Ravensburg würde spielen können. In Dresden hatte sich der 31-jährige einen Muskelfaserriss zugezogen, gegen Peiting musste "Wikki" deswegen bereits pausieren. Glück für die Moskitos: In der Nähe von Ravensburg betreibt Peter Unsinn, Sohn des ehemaligen Eishockey-Bundestrainers Xaver Unsinn, ein Reha-Zentrum und ist gleichzeitig ein guter Freund von Essens Sportdirektor Uli Egen. Schon am Donnerstag, unmittelbar nach der Ankunft in Ravensburg, düste Egen gemeinsam mit Wikström zu Peter Unsinn. "Schon bei der ersten Behandlung habe ich festgestellt, dass es nur ein leichter Faserriss war. Wir haben die Muskulatur gezielt aufgelockert und dann war es mit dem Einsatz kein Problem mehr", berichtet der Reha-Spezialist, "und natürlich ist es dann eine tolle Sache, wenn man auf der Tribüne sitzt und sieht, dass der eigene Patient direkt an allen Toren beteiligt ist und zum Matchwinner avanciert." 

Quelle: Moskitos News 

Wikström und Anneck von Eishockey NEWS ausgezeichnet - Die Besten der Liga


Sie sind laut Meinung anerkannter Experten die Besten der Oberliga Südwest: Das Fachmagazin Eishockey NEWS zeichnete in dieser Woche Mattias Wikström als besten Mittelstürmer und Dorian Anneck als besten Außenstürmer aus. Der schwedische Kapitän verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr, als er noch für Peiting stürmte. Für den kanadischen Torjäger der Moskitos ist eine Premiere. "Und das direkt im ersten Jahr, in dem ich in Deutschland spiele. Das ist der absolute Wahnsinn, das kann ich eigentlich gar nicht glauben", freute sich Anneck, nachdem er telefonisch von der Wahl zum besten Außenstßrmer der Oberliga Südwest erfahren hatte. Die Pokale für die beiden Moskitos werden heute nach der Partie gegen Ravensburg von Eishockey NEWS Mitarbeiter Björn Schüngel überreicht.

Das Fachblatt Eishockey NEWS führt die Wahl jede Saison durch: In allen drei Profiligen werden in den Kategorien Torhüter, Verteidiger, Mittel- und Außenstürmer die besten Zehn ermittelt. Als Fachgremium dienen Experten wie aktuelle Trainer, Manager, Spielervermittler und natürlich auch Fachjournalisten. Ausschlaggeben für die Wahl von Mattias Wikström war seine Konstanz. Der Schwede hat die hohen Erwartungen, die vor de Saison am Westbahnhof in ihn gesteckt wurden, voll und ganz erfüllt. Und Dorian Anneck hat die Umstellung vom nordamerikanische zum europäischen Eishockey direkt auf Anhieb gepackt. "Allerdings haben es mir meine Nebenleute extrem einfach gemacht. Mattias Wikström, Thomas Popiesch oder jetzt zuletzt, Jonas Rudberg, solche Jungs machen einem das Tore schießen schon sehr leicht", meinte der 26-jährige. Wenn Anneck seine Formkurve hält, dann sind mehr als 40 Treffer in diese Saison absolut realistisch. Logisch, dass ihn rein sportlich nichts mehr zurück nach Nordamerika zieht. "Meine Zukunft liegt in Deutschland, ich würde hier gerne bis zum Ende meint Karriere spielen", hofft Anneck.

Quelle: Moskitos News

Hallo Fans!


Zum letzten Mal in dieser Saison schreibe ich diese kleine Kolumne für die Moskito NEWS und es fällt mir denkbar einfach. Schließlich haben wir alle Grund zum Strahlen: Denn wir sind aufgestiegen in die 2. Bundesliga! Und ich sage ganz bewusst "wir". Denn dass das Unternehmen Bundesliga war ein voller Erfolg, dazu hat nicht nur die Mannschaft beigetragen. Es ist das Produkt der Arbeit unzähliger Menschen, vieler Helfer im Hintergrund, über die nie auch nur eine einzige Zeile zu lesen ist. Die aber unendlich wichtig sind für uns. Und nicht zu vergessen das Herz und die Seele des Essener Eishockeys: Die Fans! An dieser Stelle ein dickes Dankeschön für die sensationelle Unterstützung in dieser Saison. Das Match in Weißwasser war auch für mich als Trainer eine sehr heftige Angelegenheit. Es ist mir eiskalt den Rücken heruntergelaufen, als ich gesehen habe, welch unglaublichen Charakter dieses Team hat. Ich lege mich fest: Keine andere Mannschaft in der Oberliga hätte einen 1 - 3 Rückstand so kurz vor Ende der Partie noch gedreht, um dann am Ende sogar im Penaltyschießen zu gewinnen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Lausitzer Füchse extrem starkes Eishockey gespielt haben und uns gerade in den ersten beiden Dritteln doch gewaltig Probleme bereitet haben. Aber so ist der Sport: Es reichen wenige Minuten, um so ein Match zu drehen. Wichtig ist, dass man den Glauben nicht verliert und das haben wir zu keinem Zeitpunkt getan. Es war ein Sieg unserer exzellenten Moral. Schade, dass wir den Aufstieg nicht auf eigenem Eis feiern konnten. Aber ich denke, dass wir die Party am Osterwochenende einfach nachholen. Wobei die Spiele gegen Bremerhaven für mich und das Team keine Spaßveranstaltung sind. Wir wollen den Titel holen, das ist eine wichtige Prestigefrage. Also nehmen wir unseren Job noch mal genauso ernst, wie wir es immer getan haben. Und sorgen dafür, dass wir bei der großen Party mit unseren Fans auch einen schönen Pokal haben, den wir dann präsentieren können.

Quelle: Moskitos News

Vom Titel in den Urlaub: Harti Wild sagt Dankeschön!


Er war der Matchwinner beim Moskito-Aufstieg in der Lausitz. Als Keeper Hardi Wild am vergangenen Sonntag um circa 20:10 Uhr den Penalty von Füchse-Stürmer Stephan Kuhlee parierte, da war es amtlich. Der ESC spielt wieder in der 2. Bundesliga. Dass ausgerechnet der 24-jährige Keeper der Kölner Haie zum Aufstiegshelden werden würde, hatte niemand auf der Rechnung. Schließlich war Wild im Rahmen der Förderlizenzregelung nur ausgeliehen worden, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. "Es hat mir kein Problem gemacht, mich hinter Dominic Lonscher auf die Bank zu setzen. Ich wollte dem Club etwas zurückgeben, schließlich bin ich über die Moskitos damals in die DEL gekommen und hatte eine tolle Zeit in Essen", berichtet der Penaltyheld und fügt schnell an, "ich hätte es vermutlich für keinen anderen Club gemacht. Ich freue mich riesig, dass die Moskitos wieder zweitklassig sind. Der Club gehört einfach nach oben."

Faire Worte auch von Wild an Dominic Lonscher, der nach dem 3 -1 der Lausitzer Füchse für den Haie-Keeper Platz machen musste. "Die Tore, die Dominic bekommen hat, waren einfach nur unglücklich. Da sieht man als Torwart doof aus, kann aber im Grunde nix dafür", findet Hardi, "deswegen habe ich meine Einwechslung mehr als psychologische Maßnahme gesehen. Dass unser Trainer halt das Team wieder wachrütteln wollte. Und weniger, weil Dominic so schlecht war." Eine tolle Szene spielte sich freilich direkt nach dem gehaltenen Penalty ab, der zum Aufstieg führte. Erster Gratulant bei Hardi Wild war Dominic Lonscher, der seinem Keeper-Kollegen stürmisch um den Hals fiel. Beim Finale wird der 24-jährige nicht mehr mit dabei sein, sondern seinen wohlverdienten Urlaub in seiner Heimat Garmisch-Partenkirchen mit Freundin Steffi genießen. "Die Saison war sehr lang und sehr intensiv. Aber sie hatte für mich das beste Ende, was man haben kann. Mit Köln hatte es ja sportlich nicht gepasst", erzählt Wild. Immerhin: Seine tollen Einsätze in der DEL, aber auch die überzeugenden Auftritte im Oberliga-Trikot der Moskitos haben Hardi Wild wieder zu einem der gefragtesten deutschen Torhüter gemacht. Mehrere DEL-Clubs buhlen aktuell um die Gunst des Moskito-Aufstiegshelden. Als ganz heißer Interessent werden vor allem die Hamburg Freezers gehandelt.

Quelle: Moskitos News