Das war die Saison 2002/2003


Sieg ohne Glanz gefolgt von bösem Erwachen: Durchwachsenes Wochenende für die Moskitos

Die lange und intensive Suche der Moskitos nach einem neuen Cheftrainer hat sich gelohnt. Mit Uli Egen holten die Essener einen Mann nach Essen, der zuletzt noch in der DEL als Coach aktiv war. Von November 2000 bis Januar 2002 betreute der 46-jährige die Eisbären Berlin, zuvor hatte Egen schon als Co-Trainer in Augsburg und bei den Kölner Haien gearbeitet. Seine längste Amtszeit erlebte der 62-fache Ex-Nationalspieler bei den Kassel Huskies. Nachdem er in Nordhessen seine erfolgreiche Karriere als Aktiver hatte ausklingen lassen, wechselte er auf den Managerposten. Fünf Jahre kümmerte er sich um die sportlichen Geschicke der Schlittenhunde, vier Jahre davon ebenfalls in der DEL. Sein größter Erfolg war dabei die Vizemeisterschaft 1997.

Moskito NEWS hat sich mit Uli Egen nach dem Match gegen Ratingen unterhalten.

Die erste Trainingseinheit ist absolviert, das erste Spiel - wenn auch nicht erfolgreich -gespielt. Wie lautet die Bestandsaufnahme?

"Natürlich bin ich enttäuscht, ich hatte mir einen anderen Start gewünscht. Dazu habe ich mich auch geärgert über die Leistung einiger Leute. Man kann nicht anfangen zu kämpfen, wenn es 0:2 oder 1:3 steht. Insgesamt kann ich natürlich nicht allzu viel sagen, denn ich kenne längst nicht alle Spieler. Vor allen Dingen die jungen Leute, die muss ich erst richtig kennen lernen. Bei den älteren Spielern ist das ein wenig anders, einige kenne ich sogar aus meiner aktiven Zeit. Dummerweise haben drei von denen gefehlt, das war für uns ein echtes Handicap." 

Was ist Ihnen denn besonders aufgefallen bei ihrem ersten Match an der ESC-Bande?

"Die konditionellen Defizite unserer Mannschaft. Da ist in den vergangenen Wochen zu wenig getan worden, das haben mir auch die Jungs bestätigt. Wenn das Tempo im Training schon nicht hoch ist, kann man es auch nicht im Ernstfall hoch halten. Daran werden wir in den kommenden Wochen verstärkt arbeiten. Und unser Überzahlspiel ist eine Katastrophe. Es wird zu wenig geschossen, die Scheibe läuft oft zu lange. Auch da werde ich ansetzten. Allerdings dürfen die Leute erst einmal keine Wunderdinge erwarten. Einige Wochen wird es schon dauern, bis die Mannschaft genau das Eishockey spielt, was ich mir vorstelle." 

Sie haben zuletzt in der DEL trainiert. Viele werden sich verwundert die Augen reiben, wenn sie hören, dass Uli Egen jetzt in Essen arbeitet. Was sagen Sie diesen Leuten? 

"Ach, diese Leute haben bislang noch gar nicht angerufen, also musste ich noch nix sagen (lacht). Nein, mal im Ernst. Die Moskitos sind eine sehr gute Adresse, mich reizt hier die Perspektive. Unser Ziel ist es erst einmal rein sportlich, dass wir die Meisterschaft holen und dann aufsteigen. Daneben laufen natürlich noch die Verhandlungen mit der DEL, auch da kann sich ja einiges tun. Und wird sich hoffentlich auch was tun. Es gab auch Gespräche mit DEL-Teams, aber da war die Konstellation nicht so wie hier. Ich bin überzeugt davon, dass man hier etwas aufbauen kann." 

Ein Verein, der für die nächsten Jahre Regionalliga plant, wäre also nicht ihre Wunschadresse gewesen? 

"Mit Sicherheit nicht."

Quelle: Moskitos News

Der Mann für die Tore - Jaroslav Buchal neu bei den Moskitos


"Ein Mann seiner Qualität muss in der Regionalliga ein bis zwei Tore pro Partie machen, sonst stimmt da was nicht". Uli Egen fand deutliche Worte nach dem Einstand von Jaroslav Buchal. Nur ein Assist im Match gegen Grefrath, das hatte dem neuen Moskito-Trainer überhaupt nicht gefallen. "Er ist jedoch zehn Stunden am Donnerstag aus der Tschechei hergefahren, konnte nicht mit dem Team trainieren. Er wird sich steigern und wir werden noch viel Spaß an ihm haben", meinte Egen. Und der Spaßfaktor kam schon 48 Stunden später.

Fünf Tore in Dortmund

Der 28-jährige Tscheche schoss in Dortmund fünf Tore selbst und legte dazu fleißig auf. Die Sturmreihe mit Oliver Kasper und Rene Reuter produzierte stolze 10 Treffer. Dass der Linksaußen für die Regionalliga im Grunde überqualifiziert ist, beweist allein schon ein gescheiterter Transferdeal. Während seiner Zeit bei den Eisbären wollte Uli Egen Jaroslav Buchal nach Hohenschönhausen lotsen. Freilich nicht zu den Eisbären Juniors, sondern zum DEL-Team. "Das Zeug dazu hat er auf alle Fälle", so Egen. Wobei dem neuen Moskito-Chefcoach die Qualitäten des Tschechen in der Oberliga Nord aufgefallen sind. Dort schoss Buchal nämlich fleißig Tore für den EHC Wolfsburg und später auch für Dresden - und damit auch gegen die Eisbären Juniors und deren Coach Uli Egen. Seine beste Saison in Deutschland hatte der robuste Angreifer 1999/2000. Für Wolfsburg markierte "Jaro" in 51 Partien satte 48Tore und 60 Vorlagen.

Tschechische Extraliga

Zuletzt spielte Buchal in der tschechischen Extraliga für den HC Litvinov, seinem Stammverein. Neben einem Engagement beim HC Karlsbad war er auch kurzfristig in Finnland bei Tappare Tampere aktiv. Bei den Moskitos hat er einen Vertrag bis Saisonende unterschrieben. Mit eindeutiger Mission. "Von ihm wollen wir Tore und nochmals Tore", stellt Uli Egen unmissverständlich klar

Quelle: Moskitos News

Jahreshauptversammlung - Schiemann für zwei Jahre wiedergewählt


Der Präsident wird sein zehnjähriges Amtsjubiläum feiern. Thomas Schiemann wurde bei gerade einmal einer Handvoll Gegenstimmen zum alten und neuen Präsidenten wiedergewählt. Die erste Jahreshauptversammlung nach dem Zwangsausstieg aus der DEL und der damit verbundenen Insolvenz lief überraschend harmonisch ab. 328 stimmberechtigte Mitglieder in der Aula des Burggymnasiums lieferten einen deutlichen Beweis dafür ab, dass die ESC-Gemeinde auch in diesem nicht gerade einfachen Jahr geschlossen hinter ihrem Club steht. Das Team rund um Thomas Schiemann wurde nur leicht verändert. Für die aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Ralf Blobel und Torsten Leininger rückte der bisher im Wirtschaftsrat engagierte Bernd Piel nach. Die Position des sportlichen Leiters wurde komplett gestrichen. "Wir sind einfach der Meinung, dass der sportliche Leiter ein Angestellter des Vereins sein muss, der im Zweifel auch zur Verantwortung gezogen werden muss", betonte Thomas Schiemann, "das haben wir aus der Vergangenheit schlichtweg gelernt." Erfreulich übrigens die wirtschaftliche Situation des Stammvereins: Entgegen allen Unkenrufen konnten die Moskitos im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Plus von rund 22.000 Euro einfahren. Besonders gespannt waren die anwesenden Mitglieder natürlich auf die Ausführungen über die sportliche Zukunft der Moskitos. "Unser Partner möchte mit uns mittelfristig in die DEL. Die Gespräche sind überaus positiv verlaufen, nur leider dürfen wir noch keinen Vollzug melden. Das haben wir dem Investor versprochen", so Schiemann. Dessen Worte wurden von Insolvenz-Verwalter Dr. Frank Nikolaus nachdrücklich benötigt. "Noch am 7. November haben wir uns alle in meiner Kanzlei getroffen. Das ist definitiv keine Luftblase, sondern sehr konkret. Aber es gilt halt momentan: Keine Infos nach draußen", berichtet Dr. Nikolaus. Trotzdem, der Auftritt des Insolvenzverwalters machte den Mitgliedern viel Mut. "Es war einfach ein Beleg dafür, dass wir nicht nur planlos daherreden", sagte Thomas Schiemann. Dr. Nikolaus wird sich abseits seiner Funktion als Insolvenzverwalter und damit Vertreter der Gläubiger mit den Moskitos beschäftigen. Der promovierte Betriebswirt wurde in den Wirtschaftsrat des Vereins gewählt. "Er hat wohl auch etwas Blut an dem Sport geleckt", kommentierte Schiemann. Weiter dabei sind auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Willy Nowak und der ETUF-Vorsitzende und Kohl-Verteidiger Dr. Stephan Holthoff-Pförtner.

Quelle: Moskitos News

Uwe Geiselmann - Uli Egen


Etwas hohen Blutdruck brachte Herfords Trainer Uwe Geiselmann nach der 3 -10 Niederlage seiner Mannschaft mit in die anschließende Pressekonferenz. "Essen ist eine Schande für die Liga, eine Schande für das deutsche Eishockey. Ich wünsche den Moskitos keine DEL-Lizenz und erst recht keine frohe Weihnachten" polterte Geiselmann ohne Nachzudenken in das Mikro. Wo lag der Grund für diesen satten Verbalausrutscher? In der 10. Spielminute waren sich einige Spieler vor dem Essener Tor in die Haare geraten. Sebastian Odenthal hatte Herfords Top-Scorer Matt Gorman festgehalten, dafür auch völlig zu Recht zwei Minuten erhalten. Nachdem sich Gorman bei Odenthal mit einem Stockcheck revanchiert hatte, gerieten insgesamt sechs Spieler einander. "Vor dem Spiel war doch schon von Essener Seite beschlossen, Matt Gorman vorzeitig aus dem Match zu nehmen", lehnte sich Geiselmann gefährlich weit aus dem Fenster. Nach eingehender Analyse der Videobilder schüttelten die Essener Offiziellen nur noch mit dem Kopf. "So etwas habe ich noch nicht erlebt. Der von Herford angefertigte Zusatzbericht dürfte wohl mehr Konsequenzen für die als für uns haben", meinte ESC-Pressesprecher Bernd Werner. Apropos Konsequenzen: Der für das Auswärtsspiel in Herford geplante Sonderzug fällt nach dem peinlichen Auftritt Geiselmanns natürlich aus, ein anderer Verein wird sich über die Einnahmen freuen dürfen.

Richtig angesäuert war auch Uli Egen nach der Pressekonferenz. Da der Essener Coach vom Landesverband für fünf Spiele gesperrt wurde, konnte/musste er das Match von der Tribüne aus verfolgen. "Die Anschuldigungen sind total lächerlich. Wir haben es kaum nötig, gegen eine spielerisch dermaßen limitierte Herforder Mannschaft zu solchen Mitteln zu greifen", meinte Egen völlig zu Recht, "außerdem sollte sich der Verband langsam mal überlegen, wie er uns schützt. In jedem Spiel werden meine Jungs unfair attackiert, da auf normalem Weg gegen uns kaum was zu gehen scheint. Und in die Buhmann-Rolle lasse wir uns sowieso nicht drängen. Die Moskitos machen jedem Club die Halle voll, daran sollten die anderen Teams auch einmal denken.

Quelle: Moskitos News

Neue Spieler


Schon vor Weihnachten verpflichtet, aber den Moskito NEWS bis dato noch nicht vermeldet: Von den Hammer Huskies holten d Essenerden 24-jährigen Kanadier Ryan Love und Keeper Guido Titzhoff. "Wir wollten auf Nummer Sicher gehen. Titzhoff ist als Ersatz für Lars Wünsche eingeplant, der doch länger ausfällt als geplant. Und bei Troy Stephens wissen wir ja noch nicht einmal genau, ob er diese Saison überhaupt noch spielt", erklärte Pressesprecher Bernd Werner, "deswegen haben wir Love einen dritten Kontingentspieler geholt." Der übrigens zu den klar besseren Akteuren der Liga gehören dürfte. In Sachen Scorer-punkte bewegte sich der Angreifer schon zu Hammer Zeiten ungefähr in der Reichweite eines Henri Marcoux oder Thomas Popiesch. "Mit besseren Nebenleuten sollte da noch mehr drin sein", so Werner.

Quelle: Moskitos News

Es wird ernst: Playoff-Start gegen die Hammer " Huskies "


Viele lange Wochen haben die Fans, aber auch die Spieler und Offiziellen darauf hin gefiebert: Der Start der Playoffs, die alles entscheidenden Wochen im Kampf um die Regionalliga-Meisterschaft "Unser Ziel ist eindeutig die Meisterschaft" war das allgemeingültige Credo vor Saisonbeginn. Auch wenn die Vorrunde etwas überraschend auf dem zweiten Tabellenplatz beendet wurde, soll sich in der Endrunde die individuelle Qualität des Moskito-Kaders durch setzen.

"Wir haben klar das beste Team der kompletten Liga. Wenn jeder Spieler sich dem Teamgedanken unterordnet, sind wir kaum zu schlagen", meinte Trainer Uli Egen nach der knappen 4-5 Niederlage vor rund zwei Wochen in Grefrath. Nachdem die Vorrunde vergangenen Freitag mit einem souveränen 7 -1 beim Neusser EV beendet wurde, durften die Essener am Sonntag warten. Und zwar auf den Gegner im Viertelfinale. Spätabends stand es dann fest: Die Hammer Huskies schafften mit einem Sechs-Punkte-Wochenende doch noch den Sprung auf den siebten Tabellenplatz und verwiesen den EHC Solingen auf den achten Rang. "Gottseidank", lautete das erste Statement der Essener Verantwortlichen. Schließlich hatten die Stechmücken im Saisonverlauf inklusive Vorbereitung schon achtmal gegen die Bergisch Blue Knights gespielt, zwei weitere Heimspiele wären nicht unbedingt zuschauerträchtig geworden. Da favorisierte der ESC dann doch die Hammer Huskies, wenngleich es gegen die Schlittenhunde aus Westfalen bereits eine Saisonniederlage gegeben hat. Am 13. Oktober hatten die Essener im Maximilianpark nach Penaltyschießen mit 3 - 4 verloren, damals noch gecoacht von "Interimstrainer" Bodo Müller-Bönigk. Apropos Trainer: Nachdem die Hammer über weite Strecken der Saison arg enttäuschten, wechselte man rund um die Jahreswende den Übungsleiter aus. Für Charlie Weise, der jetzt Solingen betreut, kam der tschechische Routinier Jaromir Hudec. Der 66-jährige, der lange im Nachwuchsbereich des Iserlohner EC gearbeitet hatte, warf seine komplette Erfahrung in die Waagschale und manövrierte sein Team bis auf den siebten Tabellenplatz und damit ir das Playoff-Duell gegen die Moskitos. 

Die Zuschauer am Westbahnhof werden sich freuen: Durch seine witzige und herzliche Art sammelte Hudec beim letzten Auftritt der Huskies in Essen viele Sympathiepunkte. Rein sportlich sollte die Auseinandersetzung mit den Westfalen eine klare Angelegenheit werden. Ende Januar siegten die Moskitos mit 13-3 gegen Hamm. Trainer Jaromir Hudec nahm die drückende Dominanz der Stechmücken seinerzeit sehr gelassen: "Unser Ziel war es, dass wir keine 20 Buden kriegen. Das ist uns gelungen, also bin ich insgesamt zufrieden." So locker werden es die Huskies diesmal nicht angehen lassen, zu lukrativ ist ein zweites Heimspiel gegen die Moskitos. Pluspunkt für den ESC: Bis auf Keeper Lars Wünsche, der wohl erst im Laufe des Halbfinals wieder auf das Eis zurückkehrt, sind alle Leistungsträger mit an Bord.

Quelle: Moskitos News - Heft 20/2003

Urteilsverkündung 26. Februar


Mit großer Spannung hatte die Moskito-Gemeinde auf den 5. Februar gewartet. Vor dem Kölner Landgericht sollte das Urteil bezüglich des DEL-Lizenzentzuges bekannt gegeben werden. Große Überraschung: Die Urteilsverkündung wurde auf den 26. Februar verschoben. Wir werten das nicht unbedingt als negatives Zeichen", meinte Präsident Thomas Schiemann. Im März war der Moskito Trendsport GmbH die DEL-Lizenz wegen der eröffneten Insolvenz entzogen worden, dagegen hatte der Insolvenzverwalter Dr. Frank Nikolaus Klage erhoben.

Quelle: Moskitos News - Heft 20/2003

Multifunktionsarena in Essen?


Wird es doch eine Multifunktionsarena in Essen geben ? Am vergangenen Wochenende wurde durch die lokalen Medien bekannt, dass die britisch-kanadische Investorengruppe StadiVarious auf dem ehemaligen Gelände des Grugastadions möglichst schnell eine 12.000 Zuschauer fassende Arena erbauen will. Vorbild: Die Hamburger Color Line-Arena. Gespräche mit der Stadt laufen bereits seit längerer Zeit. Problematisch sind jedoch die parallel laufenden Planungen bezüglich der Schwimmoper, die für die Olympischen Spiele 2012 gebaut werden soll. Seitens des Moskito-Vorstands wollte man dieses Thema nicht kommentieren. Fakt ist aber: Mit einer Multifunktionsarena hätte auch das Eishockey in der Ruhrstadt neue Perspektiven.

Quelle: Moskitos News - Heft 20/2003

Der zweite Titel in der Vereinsgeschichte


Die Regionalliga-Meisterschaft ist der zweite Titel in der Vereinsgeschichte der Moskitos. 1999 holte der ESC in der 2. Bundesliga den Titel und legte damit den Grundstein für den Aufstieg in die DEL. Im ersten Jahr der Vereinsgeschichte gelang übrigens auch ein Aufstieg. Über die Relegationsrunde zur 1. Liga Nord kämpften sich die Essener in die zweithöchste deutsche Spielklasse vor. Allerdings mit viel Glück: Am letzten Spieltag der Saison 1994/1995 unterlagen die Moskitos in Herne, da aber die Konkurrenz zeitgleich patzte, rückte man doch noch in die 1. Liga Nord vor.

Gefeiert wurde übrigens fast wie 1999: Schon damals zogen die Stechmücken mit Team, Betreuern und Offiziellen und zum Vereinsitaliener "La Palma". Wirt Enzo fuhr in gewohnter Qualität Salat und Pasta auf und sorgte so am späten Dienstagabend für den nötigen Rahmen. Absolut happy war natürlich Präsident Thomas Schiemann, der seit 1994 alle Höhen und Tiefen der Moskitos mitgemacht hat. "Da kommen Erinnerungen hoch an 1999", jubelte Schiemann wenige Minuten nach dem Schlusspfiff des dritten Spiels, "vor allen Dingen tut das endlich mal so richtig gut. Wir haben nun wirklich in den vergangenen Jahren eine ganze Menge durchgemacht. Umso schöner ist es, jetzt auch mal wieder feiern zu dürfen."

Recht ruhig verbrachte Moskito-Trainer Uli Egen die Minuten nach der Meisterschaft. In seinem Zimmer hinter der ESC-Kabine genehmigte sich der 46-jährige ein Bier und informierte seinen Vater via Handy über den Gewinn des Titels. "Der große Trubel draußen liegt mir nicht so", meinte Egen, "es ist ja auch so, dass sehr großer Druck auf mir und dem ganzen Team lastete. Jeder hat von uns den Titel erwartet. Dementsprechend fällt mir jetzt ein sehr großer Stein vom Herzen." Einen schrillen Fauxpas erlaubte sich der Landesverband NRW. Unter dem Meisterpokal klebte noch das Preisschild: 19,90 Euro war dem Verband der Triumph insgesamt wert. "Ist ja doch ein bisschen wenig", schmunzelte Stürmer Jaroslav Buchal.

Apropos Jaroslav Buchal: Der tschechische Publikumsliebling bekam es im letzten Spiel der Saison so richtig knüppeldick ab. Nach einem Stockfoul eines Ratingers verlor der Stürmer insgesamt vier Zähne. Wobei drei direkt auf dem Eis lagen, ein Zahn hing noch schmerzend im Kiefer. Um direkt wieder auf das Eis gehen zu können, zog sich Buchal den dentalen Störenfried mit einer Rohrzange (!) in der Kabine kurzerhand selbst. "Bei so einem Spiel will man doch nicht draußen bleiben. Es ist der größte Erfolg in meiner Karriere", jubelte der zahnlose Buchal nach dem Match. Und musste sich sogar noch etwas Spott gefallen lassen. "Seine Zahnfront war eh nicht so hübsch. Jetzt kriegt er richtig tolle neue Zähne, das ist doch auch was", grinste Uli Egen. Große Schmerzen hatte auch Torsten Kunz. Der Stürmer hatte sich im ersten Halbfinale gegen Herne eine Rippe gebrochen und hätte im Grunde gar nicht spielen können. Unter starken Schmerzmitteln lief der gebürtige Neusser dann doch immer wieder auf. "Wir wollten darüber während der Serie kein Wort verlieren, aber das war schon brutal. Großes Lob an Kunzi", so Uli Egen.

Ordentlich gefeiert wurde auch noch einmal Bodo Müller-Bönigk. Der ESC-Kapitän hatte seine Karriere ja eigentlich schon komplett beendet, sich dann aber doch noch einmal zu einem Comeback in der Regionalliga überreden lassen. "Jetzt dürfte aber wirklich Schluss sein. Man soll nie nie sagen, aber zu 99, Prozent gibt es keine weitere Saison mit mi erklärte das Moskito-Urgestein.

Quelle: Moskitos News

   
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