Das war die Saison 1996/1997


Im Portrait: Jochen Giepmann - Mannschaftsbetreuer


 Ja, es gibt sie noch, die ,,guten Geister" hinter den Kulissen, ohne die ein Verein nicht existieren kann. So ein ,,guter Geist' ist Jochen Giepmann. Der gelernte Bergbaumechaniker ist verheiratet und hat drei kleine Kinder, Jyson (6 J.), Alica (5 J.) und Justin (J J.) wissen immer wo sie ihren Vater finden, wenn er nicht zu Hause ist, nämlich bei den Moskitos. Jochen Giepmann, allen bekannt als Jochen, ist seit Gründung der Moskitos, 1992, als Mannschaftsbetreuer tätig. Er selbst sieht sich auch als Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft. Schließlich kennt der ,,gute Geist' die kleinen Wehwehchen seiner Schützlinge genau und steht jedem Einzelnen mit Rat und Tat zur Seite. Kleinere Blessuren und Verletzungen werden von ihm fürsorglich verarztet. Bei Auswärtsspielen „vertritt" er den Mannschaftsarzt und ist als Erster auf dem Eis. Sein Augenmerk richtet er nicht nur auf die Mannschaft, sondern auch auf das Ausrüstungsmaterial. Kleine Reparaturen erledigt dieser Autodidakt natürlich selbst, ist also mal ein Schulterschutz defekt, wird dieser an Ort und Stelle geflickt. Selbst zu Auswärtsspielen reist Jochen nicht ohne seinen 'Werkzeugkasten und Sie können sicher sein, dass er von der Lochzange bis zur Schleifscheibe für die Schlittschuhe alles dabeihat. Auch das „Kesselchen Buntes" ist ihm nicht fremd, denn Schwitzanzüge und Trikots müssen natürlich gewaschen werden, und meistens bleibt es nicht bei einer Waschmaschinenfüllung, sondern drei bis vier Maschinen voll können es schon werden. Bei soviel Pflege der Mannschaft und des Materials verbringt der „gute Geist" viele Stunden in der Eishalle, bei jedem Training betritt er die Eishalle eine Stunde vor Trainingsbeginn und bei den Spielen ist er schon bis zu drei Stunden vor Anpfiff zugange. Da für andere Hobbys nicht viel Zeit bleibt verbringt Jochen seine restliche Freizeit auch auf dem Eis, nämlich beim Eishockeyspielen. Seit 14 Jahren spielt er in einer Hobbymannschaft. Ein wahrer Eishockeyfan.

Natürlich konnten wir uns die Frage nicht verkneifen, wann er die Eishallenluft mal leid ist, und wir bekamen die selbstverständliche Antwort: „So lange ich soviel Spaß mit der Mannschaft und dem Verein habe und akzeptiert werde, so lange bleibe ich den Moskitos treu.“

Hallenerweiterung stößt auf Kritik - SPD in Frohnhausen äußert sich skeptisch


Erneut äußerte sich in der vorletzten Woche die Frohnhauser Loklalpolitikerin, Ratsfrau Petra Hinz, zu den Plänen, die Eissporthalle am Essener Westbahnhof zu erweitern und zeigte sich dabei sehr kritisch. Eine Multifunktionshalle mit einer Kapazität von 7.000 Zuschauern soll entstehen, wobei ein privater Investor zehn Millionen DM investieren möchte.

„Die SPD Frohnhausen hält das Projekt für unrealistisch und schädlich für die Stadtteile Frohnhausen und Altendorf sagte Frau Hinz gegenüber dem West-Anzeiger. Begründung: Stadtentwicklung und öffentliche Investitionen würden durchkreuzt. Außerdem sei die Belastung für die Anwohner bereits jetzt bei Spitzenspielen unerträglich, im Konzept seien, was die Einnahmen betrifft, große Unklarheiten zu erkennen. Die Tatsache, dass die bisherigen Verhandlungen nicht in die Öffentlichkeit getragen wurden, wertet Frau Hinz als negativ. Zu guter Letzt mahnt Frau Hinz, die Stadt schon einmal mit einem privaten Betreiber auf die Nase gefallen sei und erst der Trägerverein die Halle wieder in Schuss gebracht hat. Das ist richtig. Der Arbeit des Trägervereins allein ist es zu verdanken, dass die Essener Eissporthalle wieder in dem Zustand ist wie sie sich heute präsentiert nachdem der vorherige Betreiber die Zügel hat mächtig schleifen lassen. Die Modernisierungen, die Günter Stock und sein Team mit bescheidenen Mittel auf die Beine gestellt haben, sind aller Ehren wert. Dennoch, und auch das ist richtig, wird es unabhängig von einer Vergrößerung einigen Investitionsbedarf in Zukunft geben. Die Kühlanlage hat sich bereits zu Beginn dieser Saison als marode erwiesen und für erhebliche Verluste, sowohl auf Seiten des ESC Moskitos, als auch auf Seiten des Trägervereins gesorgt. Hier muss so oder so saniert werden. Ob dies aus den Einnahmen, die der Trägerverein aus den Vermietungen, den öffentlichen Laufzeiten und den Verpachtungen von Restaurant und Eissport-Shop erwirtschaftet, bestritten werden kann, muss bezweifelt werden, wenn tatsächlich saniert und nicht Flickschusterei betrieben werden soll. Immerhin ist bereits für die notdürftigen Reparaturen in diesem Herbst ein großer Teil des Etats für 1997 aufgebraucht worden

Ist es nicht sogar sinnvoll, wenn schon saniert werden muss und dazu noch Geldgeber aus dem Bereich Privatwirtschaft vorhanden sind, über einen Komplettumbau nachzudenken? Die Stadt Essen ist, wie die meisten anderen Städte, finanziell nicht auf Rosen gebettet. Gerade in Sport und Kultur muss häufig gespart werden, damit andere, wichtigere Dinge überhaupt bewältigt werden können. Eine Finanzierung solcher Projekte ist ohne private Investoren überhaupt nicht mehr möglich. Ein privater Investor ist nichts Negatives. Das dies nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, zeigt der Umbau des WestfaJenstadions in Dortmund, wo Verein, Stadt und private Geldgeber einen vernünftigen Konsens fanden und ein modernes FußbaJJstadion geschaffen haben. Man kann und darf private Investoren nicht einheitlich über den Kamm scheren. Vielmehr muss man aus den gemachten negativen Erfahrungen lernen und diese in positive Effekte umwandeln. Was das Profieishockey betrifft, ist die Situation mit der von 1989 nicht zu vergleichen. Der ESC Moskitos hat sich zu einem seriösen und professionell geführten Verein entwickelt. Ein Ende der Expansion ist nicht abzusehen. Mittelfristig will der ESC in die höchste Spielklasse DEL. Dazu gehören aber nicht nur eine gute Mannschaft, eine solide wirtschaftliche Basis mit treuen Fans und potenten Sponsoren, sondern auch die Infrastruktur. Eine Halle mit einer Kapazität von ca. 7.000 Zuschauern, vernünftige Parkmöglichkeiten in Form eines Parkhauses und eine gute Verkehrsanbindung sind notwendig, um heute im Profisport eine vernünftige Ausgangsbasis zu haben. Durch die Schaffung einer solchen Infrastruktur wird die Belastung für die Anwohner im Umkreis der Halle kleiner und nicht größer. In einem Eissportzentrum mit zwei großen Eisbahnen ist nicht nur mehr Platz für den ESC Moskito. Es gäbe mehr Eislaufzeiten für Jugendliche und Erwachsene und optimale Trainingsmöglichkeiten für eine vernünftige Jugendarbeit im Eissport allgemein. Auch Schulen und soziale Einrichtungen hätten mehr Möglichkeiten als bisher. Darüber hinaus tragen Spitzen- und Breitensport sowie die dafür notwendigen Sportanlagen zum positiven Image einer Stadt bei. Bleibt die Frage, warum bisher hinter verschlossenen Türen verhandelt wurde. Es ist nicht unbedingt notwendig, solche Dinge vom ersten Denkansatz der Beteiligten an in der Öffentlichkeit zu diskutieren, sondern zunächst plausible Konzepte zu erarbeiten. Oft werden durch zu frühen öffentlichen Diskussionen sinnvolle Ideen im Keim erstickt. Unterm Strich birgt ein Umbau der Eishalle mehr Vorteile als Nachteile. Wichtig ist, dass möglichst vielen Fragen Rechnung getragen wird und Prob1em Lösungen erarbeitet werden. Lokalpolitiker können über ihre Gremien (Bezirksvertretung) hier konstruktiv Einfluss nehmen.

Dieses Vorhaben ist eine große Chance für Essen, nicht nur was den Sport betrifft. Es wäre schade, würde sie leichtfertig vertan, weil durch Schwarzmalerei und durch eine Politik nach dem Motto „Wir sind gegen alles", vorschnell geurteilt wird und die Bereitschaft der Beteiligten, sich für ein solches Projekt zu engagieren, gemindert werden könnte.

Unser heutiger Gast: Iserlohner EC


Es hallt ein Ruf wie Donnerhall durch's Land.  Die Halle tobt, die Wände zittern. ''Die Sauerländer“ kommen. Mindestens einmal im Jahr wird unsere Halle zu klein. Wären die Parkplätze nicht schon proppevoll und ließe es das Wetter zu, sollte man den ESC-Verantwortlichen empfehlen, eine Videowand an der Längsseite der Eissporthalle zu installieren, damit auch die letzten Enthusiasten das Spiel live verfolgen könnten. Ober die Begegnungen Essen vs Iserlohn zu schreiben, hieße "Eulen nach Athen tragen''. Aber dennoch. Der IEC schied in der letzten Saison genauso wie der ESC in der Playoff-Runde gegen einen Südvertreter aus. Trotz und alledem will man auch in dieser Saison wieder die Playoff-Runde erreichen. Allerdings zeigt die Leistungskurve nicht gerade nach oben. Nach einem verpatzten Wochenende mit zwei Niederlagen rangiert der Iserlohner EC auf Platz 8 der Tabelle. Drei Siege, vier Unentschieden, drei Niederlagen stehen auf dem Konto der Waldstädter.

Für die Saison 1996/1997 hat der IEC, genauso wie die Moskitos, auf Kontinuität gesetzt. Neben den Leistungsträgern wurden durch Zukäufe die Abwehr und der Sturm verstärkt. Mit-Rafael Jedamzik von Rießersee und-Andreas Pokomy von Köln konnten zwei Spieler mit DEL-Erfahrung für die Abwehr verpflichtet werden. Pokorny trug 72 Länderspiele für Deutschland aus und nahm an drei Weltmeisterschaften teil. Steffen Klau von Westfalen Dortmund und Ladislav Smetana, ausgeliehen an die Junioren von Ratingen, komplettieren die Abwehr.

Im Sturm konnte mit Thomas Gröger ein Mann mit reichlich DEL-Erfahrung von den Ratinger Löwen gewonnen werden. Er wir als exzellenter Techniker und Vorlagengeber beschrieben. · Das dreimalige Mitglied des Allstar-Team's der East Coast Hockey-League Steve Gibson wechselte von den Wäldern Kanadas (Wheeling Tbunderbirds) in die Wälder des Sauerlandes. In der letzten Saison erzielte er in 77 Spielen 49 Tore und gab 58 Vorlagen. Mit Sylvain Beauchamp verpflichtete der Iserlohner EC einen französischen Nationalspieler. Der 32-jährige Beauchamp spielte 11 Jahre in der ersten französischen Liga und trug 85 Länderspiele für die „Equipe tricolore“ aus.

Neben den „Hochkarätern“ wechselte der 22-jährige Thomas Wilczek von Hemer nach Iserlohn. Bei allen Hochkarätern, Nationalspielern und sonstigen Cracks ist eine Sache einfach nicht zu übersehen. In dem derzeitigen 21-köpfiger Kader der Mannschaft finden sich 11 Spieler die aus dem Nachwuchsbereich des lserlohner Eishockeys stammen. Dieses spricht meiner Meinung nach für sich. Eines zeichnet sich aber jetzt schon wieder ab und das erst nach 5 Heimspielen der Meisterschafts-Vorrunde. Der Iserlohner EC wird auch in dieser Saison wieder ungekrönter "Zuschauerspitzenreiter". Die Eissporthalle am Seilersee war bis jetzt zu 87% ausgelastet, das entspricht einem Zuschauerschnitt von 3.935 Zuschauern.

Wer oder was sind die Moskitos?


Moskitos? Wer oder was sind die Moskitos? Hallo, ESCito mein Name! Sicher kennen Sie mich alle, denn ich bin das Maskottchen des ESC Moskitos Essen e. V und trage die Vereinsfarben grün / violett. Haben Sie etwas Zeit mit mir zu plaudern? Denn ich möchte Ihnen die Moskitos etwas näher zu bringen und ein bisschen aus unserer recht Jungen Vereinsgeschichte erzählen.

Schon damals war das Ausscheiden des EHC -Essen West 83 nicht mehr aufzuhalten. Deswegen qualmte und rauchte es in den Köpfen einiger Eishockeyenthusiasten. Es musste doch ein Konzept geben, das Essener Eishockey sportlich und attraktiver zu gestalten. Am 06. März 1992 war es endlich so weit, 24 voll engagierte Eishockeyfans begannen mit dem Neuaufbau und gründeten den Eishockeyverein, ESC Moskitos Essen e. V. Schon bald zeigte sich, dass ihr neues Konzept, eine größtmögliche Leistung, unter Einhaltung des finanziellen Rahmens, aufging. Auch der Traum, alle Eissportarten miteinander zu vereinigen verwirklichte die Vereinsführung. Nur bei der Einbeziehung der Jugend (EJE) gab es wohl Verständigungsschwierigkeiten (Redaktionsschluss war vor der EJE Versammlung). Vorgesehen war auf jeden Fall, die Essener Nachwuchssportler mit einzubeziehen und mit einer intensiven. Förderung zu unterstützen. Bereits in der Saison 94/95 schickten die Moskitos zwei Seniorenmannschaften in das Rennen um die Meisterschaftspunkte. Natürlich hatte unser Verein auch Glück, denn die erste Seniorenmannschaft profitierte von der neuen Ligen Gestaltung im Deutschen Eishockey und durfte die Saison in der neu gestalteten 2. Bundesliga -Nord beginnen. Dieses junge ehrgeizige Team schaffte es bereits im erstem Jahr 1n die 1. Bundesliga Nord aufzusteigen.

Am Ende der Saison 94/95 registrierte der Verein bereits 500 Mitglieder. In der Saison 95/96 konnte nicht nur das Saisonziel der Klassenerhalt sichergestellt werden, nein, dieses junge Team erreichte viel mehr. Sie übertrafen alle Erwartungen und erreichten sogar die Playoffs. Zu Recht wurde diese Mannschaft im Januar 1996 von der Sportredaktion der W AZ zu Essens Mannschaft gewählt. Nicht nur die WAZ, sondern auch die NRZ kürte Jan Benda zum Trainer des Jahres 1995. Diese beachtliche Leistung kann eine so junge Mannschaft nur vollbringen, weil sie von den treuen, sympathischen Essener Zuschauern und den mittlerweile acht Fan Clubs voll unterstützt wird. Vielen Dank an alle, denn wir brauchen die begeisterungsfähigen Zuschauer und Fans, aber auch die Sponsoren, ohne die ein Verein natürlich nicht leben kann.

   

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