Das war die Saison 1994/1995


Die "Moskitos" bekamen die Klatsche


Wenn es eine Steigerung des umgangssprachlichen Ausdrucks geil gibt, dann lautet dieser geil, Gailer, Iserlohn. Der Iserlohner EC etabliert sich bereits nach nur vier Spieltagen an der Spitze der 2.Liga Nord. Gegen die Braunschweiger Eintracht, gewiss kein Publikumsmagnet, fanden 2.500 Zuschauer den Weg in die Eissporthalle am Seilersee. IEC-Coach Peter Gailer musste bei der Begegnung gegen die Niedersachsen mit Lang, Specht, Daniels und Lutz Feser auf vier Stammspieler verzichten. So dauerte es bis zur 17. Spielminute, ehe Jens Esche das 1 :0 für die Hausherren markieren konnte. Bis dahin hatten die Gäste wesentlich mehr vom Spiel. Dann war der Iserlohner EC nicht mehr zu bremsen. Verletzungsbedingt kamen bei den Sauerländern der 16-jährige Klaas Feser, der bei seinem Debut gleich einen Treffer erzielte und 17-jährige Ladislav Smetana als Kontingentspieler zum Einsatz. Das schier unerschöpfliche Reservoir an Juniorenspielern wird noch viel von sich reden machen. Der Erfolg gegen Braunschweig wurde jedoch teuer erkauft. Gailer muss nun einige Zeit auf Ernst König verzichten, der sich einen Innenbandriss im Knie zuzog. Iserlohns Kindergarten gab sich auch beim Tabellenschlusslicht Bitburg keine Blöße.

Für den Hamburger SV wachsen nach einem guten Start die Bäume nicht in den Himmel. Gegen den REV Bremerhaven setzte es die erste Niederlage in der noch jungen Spielzeit. Die beiden russischen HSV-Akteure Junosov und Goriunov erzielten zwar die drei HSV-Treffer, konnten aber alleine die Entscheidung zugunsten der Reeperbahn-Artisten nicht erzwingen. Wenn die Limburger EG gewinnt, dann aber richtig. Die "Hornissen" aus Zweibrücken bekamen ein "Elferpack" und setzten sich damit weiter am Tabellenende fest. Erfolgreichster Spieler der LEG war der Russe Chimkov mit drei Toren. Zweibrücken verlor überdies David Latta durch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe.

Zum Prügelknaben der 2.Liga Nord avanciert neben dem EHC Zweibrücken und dem ESV Bit-burg der VERC Lauterbach. Die Hessen verloren allerdings nach großem Kampf gegen die Amateure des Krefelder EV erst in der Verlängerung. Überragend auf Krefelder Seite war der Deutsch-Kanadier Busch. Der kleine KEV musste allerdings auf eigenem Eis gegen den nicht zu unterschätzenden REV Bremerhaven die Segel streichen. 1.500 Zuschauer warteten am Sonntag vergeblich auf den zweiten Stich der "Moskitos" aus Essen. Der EHC Salzgitter war einfach cleverer und konnte sich trotz seines kleinen Kaders und zweier Spieldauer-Disziplinarstrafen am Ende knapp mit 3:2 behaupten. Deutlich merkte man den "Moskitos" an, dass die Seele vom Spiel ihre beiden Kontingentspieler sind. Treffen Legros und Silovsky  nicht, ist Essens Sturm trotz großen kämpferischen Einsatzes nur ein laues Lüftchen. Salzgitter erhielt in einem nicht immer souverän geleiteten Spiel 30, Essen lediglich acht Strafminuten. Selbst eine zweimalige, fünfminütige Überzahl konnten die Hausherren nicht verwerten. In die Spitzengruppe gesellte sich neben, Iserlohn und Solingen auch noch der Grefrather EV. Die Bauern gaben den "Hornissen" aus Zweibrücken keine Chance und behielten vor der Dienstagsbegegnung auf eigenem Eis gegen die "Moskitos" aus Essen ihre weiße Weste.

 

 

   

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.